Wandertag Nr. 3

Auf Wunsch einer einzelnen Dame ging es heute mit einem Teil der „Wandergruppe Sonnenschein“ 😉 in Richtung Halberstadt. Nachdem der Tag recht neblig begann, wich der Dunst im Lauf des Tages schönstem Sonnenschein.
Als Sachse denkt man ja, Sandstein gibt es nur im Elbsandsteingebirge, aber: falsch gedacht. Bei Halberstadt gibt es auch ein paar hübsche Sandsteinfelsen.
Ein Blick auf die Felsen offenbart ziemlich viele Schriftzüge in kyrillischen Buchstaben. Diese haben vermutlich sowjetische Soldaten zu DDR-Zeiten hinterlassen. Meine Vermutung ist, dass das Gelände in dieser Zeit als Truppenübungsplatz diente und sich gelangweilte Soldaten bemüßigt fühlten, etwas in den Stein zu ritzen. Und sei es aus Heimweh nur der Name des Heimatortes…

Eigentlich reicht ein Tag nicht aus, um alles sehenswerte dort zu sehen. Vielleicht klappt es in nächster Zeit ja mal wieder mit einem Besuch.

Foto: Blick zum Fünfingerfelsen

Blick zum Fünffingerfelsen

Foto: Schriftzug "Kiew" in kyrillischen Buchstaben in den Sandstein geritzt

Kiew ist überall!

Foto: Sandsteinfelsen

…sieht aber schlimmer aus, als es war.

Foto: Wanderer im Nebel

Zum Beginn der Wanderung war es noch kalt und neblig

Foto: Umgestürzter Baum blockiert Wanderweg

…jeder Meter auf dem Wanderweg war wegen zahlreichen umgestürzten Bäumen hart erkämpft ;-).

Foto: Stempelkasten "Harzer Wandernadel"

… dieser Satz kein Verb. 😉

Foto: Aussicht von der Fuchsklippe zum Brocken

Aussicht von der Fuchsklippe zum Brocken

Foto: Sandsteinfelsen "Gläserner Mönch"

Am „Gläsernen Mönch“

Foto: Blick zum Brocken

Blick zum Brocken

Blick auf Halberstadt

Blick vom Jagdschloss auf Halberstadt

Rätselhaftes

Kennt ihr sicher auch: Ihr versucht ein Rätsel zu lösen, aber statt der Lösung findet ihr nur ein neues Rätsel…
Vor einiger Zeit stellten wir fest, dass sich irgendjemand an unserem Gartentor zu schaffen gemacht hat. Um der Sache auf den Grund zu gehen, packte ich die für solche Zwecke angeschaffte Wildkamera an die nächstbeste Stelle mit gutem Blick auf das Tor.
Bevor jetzt jemand schreit „DATENSCHUTZ!!!1!“: Das Gelände vor und hinter dem Türchen gehört uns und außer uns hat da niemand etwas zu suchen…
Nun ja. Jedenfalls hat die Kamera was aufgenommen. Und es war nicht das, was ich erwartet hatte. Aber seht selbst:

Nun stellt sich das zweite Rätsel: Wie kommt der in den Garten? Unser Tango (Australian Shepherd) ist (war) ziemlich sportlich, weswegen wir den Garten ziemlich hoch umzäunt haben, damit er nicht raus kommt.
Aber scheinbar ist Herr oder Frau Fuchs noch eine Nummer sportlicher, denn eine Lücke im Zaun kann auch nicht da sein, die hätte unsere Kaami (auch Aussie) nämlich sonst längst gefunden und zum Ausbüchsen genutzt ;-).

Wandertag Nr. 2

Weil es gestern so schön war, ging es heute gleich noch einmal auf Tour. Diesmal etwas weiter weg in Richtung Harz. Vom Ziegenkopf bei Blankenburg ging es in Richtung Kloster Michaelstein und von da zurück nach Blankenburg, hoch zum Schloß und zurück zum Ziegenkopf.

Dort gab es zur Belohnung den weltgrößten Hefekloß und dazu lecker Hopfentee. Schließlich müssten die vielen verbrauchten Kalorien wieder ersetzt werden.

 

Blick zum Kloster Michaelstein

Blick zum Kloster Michaelstein

Altstadt Blankenburg

Blankenburg, Blick zum Schloss

Blick auf Blankenburg

Blick auf Blankenburg

Wltgrößter Hefekloß

Weltgrößter Hefekloß

Fundstück am Wegrand

Fundstück am Wegrand

 
Spiegelungen im Wasser

Spiegelungen im Wasser

Restaurant auf dem Ziegenkopf

Restaurant auf dem Ziegenkopf

 
Eingangsportal Kloster Michaelstein

Eingangsportal Kloster Michaelstein

 

Wandertag

Nach der langen „Regenzeit“ lockte uns heute die Sonne in die Natur. Zum Glück haben wir gute Freunde, die sich um die Routenplanung kümmern und immer schöne Touren finden. So ging es heute ins ehemalige Braunkohlenrevier im Süden des Leipziger Landes.
Wir waren heute weniger umweltfreundlich mit dem Auto unterwegs. Genau so einfach kommt man aber mit der S-Bahn an die Runde um die Haselbacher Teiche.
Die Streckenlänge der Runde beträgt Pi mal Daumen acht Kilometer, wenn man mit der S-Bahn bis Regis-Breitingen fährt und dort startet, sind es etwa zwei Kilometer mehr. Trotzdem bleibt es eine gemütliche Spazierrunde.

Ein größerer Teil der Strecke führt über mehr oder weniger befestigte Wege, die bei Regen schlammig und rutschig werden können. Wer sich für Wasservögel interessiert, kommt hier voll auf seine Kosten und sollte das Fernglas nicht vergessen.

Endlich Sonne…

Januar und Februar glänzten in diesem Jahr eher in Einheitsgrau und die Sonne ließ sich nur vereinzelt blicken. Um so mehr genießt man die Momente, in denen sie sich sehen lässt. Heute morgen im Büro waren dann endlich mal wieder ein paar interessante Lichtblicke zu sehen. Also schnell das Handy raus und das Farbspiel festgehalten… 😁

Blick zum Uniriesen
Blick zum Wintergarten-Hochhaus

Unser Wohni… oder auch „Hotel de Carton“

Es war schon seit längerer Zeit ein Traum von mir, so ganz unabhängig von Hotels oder Pensionen eine (vielleicht auch längere) Tour mit dem Rad zu machen und einfach da, wo es schön ist oder die Kraft am Ende ist, zu übernachten. Doch oft ist das nicht so einfach.

Vor einigen Jahren fuhr ich mit ein paar Freunden mit dem Rad von Leipzig aus an die Ostsee. Die Etappenlängen bewegten sich zwischen siebzig und knapp hundert Kilometern. Das war für einen, sonst nur Kurzstrecken gewohnten Radler schon eine echte Herausforderung. Wir übernachteten zwar immer in Hotels oder Pensionen, doch gerade die längeren Strecken im Norden erwiesen sich auch mit „normalen“ Gepäck bei Gegenwind und Temperaturen um die 30°C als recht anstrengend, wo man hart an seine Grenzen kam.

Da hätte man sich manchmal gewünscht, einfach anhalten zu können und den Rest des Tages Pause machen zu können, war ja aber an die schon gebuchten Übernachtungen gebunden. Auch sonst ist die Planung einer längeren Tour mitunter nicht einfach. Zeitlich ist man ja immer an den Urlaub gebunden und in diesen Zeiträumen ist das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten meist knapp. Mit dem Auto ist es kein Problem, nach einer Wanderung auch mal 20km Umweg zum nächsten Hotel zu fahren. Nach einer hundert Kilometer Tour mit dem Rad noch so eine Strecke bis zur Pension zu fahren überlegt man sich aber zweimal.

Also was tun? Zelt mitnehmen? Oder in der nächsten Bushaltestelle schlafen? Ein Zelt ist eher suboptimal, weil man es nicht überall aufstellen darf, der Aufbau dauert und man falls es mal regnet oder feucht in der Nacht ist, warten muss, bis das Ding wieder trocken ist, bevor man es wieder einpacken und weiterfahren kann. Das größere Problem ist vermutlich ersteres. Zelte sind in D in der freien Natur nicht gern gesehen, auch wenn man nur eine Nacht bleibt und außer etwas plattem Gras keine weiteren Spuren hinterlässt. Ok, Zelt also nicht. Aber Bushaltestelle auch nicht. Aus dem Alter bin ich raus.

Beim Stöbern in den weiten des Netzes stieß ich dann auf Seiten von Leuten, die sich für ihr Fahrrad einen Wohnwagen gebaut haben. Tolle Sache und genau das, was ich mir für meine Touren auch wünschen würde. Aber so ein Ding komplett selbst bauen, ist nicht mein Ding. Schon aus Zeitgründen. Außerdem fehlt das Werkzeug und mit meinen zwei linken Händen wäre dann wahrscheinlich das linke Rad größer als das auf der rechten Seite 😉…

WidePathCamper

Irgendwann vor einem Jahr stieß ich dann beim Surfen auf den Wide Path Camper. Einen Wohni fürs Fahrrad. Den Bildern und Videos nach, war das das Ding meiner Träume. Der Preis von dem Ding allerdings sorgte dann eher für Albträume… 😉. Drei wegen Corona ausgefallene Urlaubsreisen später sah das nicht mehr ganz so schlimm aus. Urlaub im heimischen Garten hilft echt beim Sparen… So kam es dann kurz vor dem diesjährigen Osterfest spontan zur Bestellung. So ganz wohl war mir bei der Auslandsbestellung per Vorkasse mit Überweisung allerdings nicht. Im Zweifelsfall wäre die Kohle wohl weg gewesen. Die Befürchtung erwies sich im Nachhinein aber als unbegründet. Drei Wochen später stand ein riesiger Karton auf einer Palette im Hof.

Nach dem Unboxing begann die Testphase im heimischen Garten. Dabei erwies sich die versprochene minimale Aufbauzeit als nicht zu viel versprochen. Fahrrad abstellen und keine drei Minuten später könnte man sich zur Ruhe legen, so man das wollte 😉. Die Frau hätte das gute Stück ja nun am liebsten gleich wieder zusammengeklappt und in die sichere Garage geschoben. Von dieser Idee hielt ich nun aber gar nichts. Und das mit gutem Grund. Ich teste neue Sachen lieber erstmal ausgiebig zu Hause, bevor ich unterwegs auf unangenehme Überraschungen stoße. Und die ließen in Form von leichtem Regen mit etwas Wind auch nicht lange auf sich warten. Als erste Schwachstelle erwies sich die kleine Lücke im Dach, an der die beiden Dachhälften etwas überlappen. Dort drückte der Wind die Regentropfen rein, die sich auf dem Dach gesammelt hatten. Und von da aus tropften sie dann munter auf die Liegefläche. Ergebnis: großer nasser Fleck auf der „Matratze“. Wenn so etwas unterwegs passiert ist das recht unschön und die Nacht ist dann wohl gelaufen.

Einige Klicks beim Onlinedealer später hatte ich selbstklebende Gummidichtungen (eigentlich zur Abdichtung von Autotüren gedacht) geordert. Diese klebte ich von innen relativ dicht ans Ende des Daches und nun läuft das Wasser auf dem Dach an den Dichtgummis entlang nach unten.

Wide Path Camper am Fahrrad

Das nächste Leck betraf die Tür. Der Regen vom Dach lief ziemlich ungehindert herunter und da die Tür über keinerlei Dichtung verfügt, tropfte das Wasser auf der Innenseite der Tür herunter. Hat man den Camper für die Nacht hergerichtet, tropft das Wasser direkt auf den vorderen Teil der Liegefläche. Die „Matratze“ erweist sich dann als dankbarer Abnehmer des Wassers. Auch auf der Seite der Türscharniere ist der Abstand zwischen Tür und Wand so groß, dass das Wasser relativ ungehindert eindringen kann. Auch hier bewirkte der Dichtgummi eine Trockenzeit 😉. Nachdem die Wasserfrage geklärt war, stand der ersten Übernachtung im Wohni nichts mehr im Weg.

Die „einfache“ Matratze (man kann natürlich auch das „Luxury Package“ mit dickerer Auflage kaufen) erwies sich als für meine Gewichtsklasse überraschend bequem. Wenn man sich die relativ dünnen Auflagen anschaut, mag man das kaum glauben.

Inzwischen ist der Sommer vergangen und die erste kleinere Ausfahrt mit dem Wohni liegt hinter mir. Das Wetter war in meinen zwei Urlaubswochen leider nicht so, dass es Spaß gemacht hätte, eine größere Tour zu unternehmen.

Aber die erste Tour über etwa 20km lief perfekt. Und nach weiteren 20km Rückweg stand eine erste Bestandsaufnahme an. Auch hier zeigte sich wieder eine arge Schwachstelle. Das Aluminiumband, das die Türöffnung verstärkt, ist mit Schrauben am Wohni befestigt. Und das sogar mit selbstsichernden Muttern. Nur leider ist die Länge der Schrauben offenbar so knapp bemessen, dass die Sicherung gar nicht richtig greift. Zwei Schrauben samt Muttern waren unterwegs schon abhanden gekommen, der Rest war locker.

Nun habe ich sämtliche Schrauben wieder festgezogen und zusätzlich mit Sicherungslack eingestrichen und hoffe, dass es bei der nächsten Tour keine unangenehmen Überraschungen mehr gibt.

Zwischenzeitlich hat der Hersteller auch ein Update geliefert. Dabei handelte es sich um die fehlenden Rücklichter (batteriebetrieben, mit über Micro-USB aufladbarem Akku) ein paar Reflektoren und eine stärkere Schraube, die an der Bremsanlage des Wohnis getauscht werden muss. Offenbar ist die ursprünglich verbaute Schraube zu knapp dimensioniert.

Nun warte ich darauf, endlich mal eine längere Tour machen zu können. Wenn da nur nicht immer dieses lästige „zur Arbeit gehen müssen“ wäre… 😉

Noch eine kurze Anmerkung: der größte Teil dieses Posts entstand im Mai 2021, mangels Zeit bin ich erst jetzt dazu gekommen, den Beitrag fertig zu stellen.

CO2-Ampel für die Schule

Seit fast einem Jahr müssen wir uns nun schon mit dem Thema „Corona“ beschäftigen. Aktuell schnellen die Infektionszahlen wieder in die Höhe und es entstand bei der besten aller Ehefrauen die Frage, ob denn eine Lüftung im Klassenzimmer nach zwanzig Minuten ausreichend ist.
In diversen Medien wurde der Zusammenhang zwischen CO2-Konzentration in der Raumluft und Virenbelastung diskutiert. Fazit: Je höher die CO2-Konzentration, um so höher ist auch die potentielle Virenbelastung in der Raumluft – klingt jedenfalls logisch für mich ;-).

Daher bot sich die Messung der CO2-Konzentration der Raumluft an, um zu testen, ob die Lüftung nach zwanzig Minuten ausreichend ist oder ob gegebenenfalls früher zu lüften ist.

Das Stichwort lautet also CO2-Ampel. Angeregt durch einen Artikel in der „Make“ googelte ich mich durch diverse Seiten zum Thema. Dabei spielte bei meiner Entscheidung die Verfügbarkeit des CO2-Sensors und schon in der Bastelkiste vorhandener Hardware die entscheidende Rolle.

In meiner „Ampel“ werkelt als Herz ein Arduino Nano, der noch von einem anderen Projekt „übrig“ war. Als CO2-Sensor entschied ich mich für einen MH-Z19B, den ich über einen Händler aus dem „Reich der Mitte“ erwarb. Ursprünglich sollte die CO2-Konzentration nur über eine Ampel mit rot-gelb-grün angezeigt werden. Beim Umgraben der Bastelkiste stolperte ich dann über ein alphanumerisches 14-Segment-Display mit 4 Stellen und ich entschied mich spontan dazu, diese Anzeige noch in der Ampel unterzubringen. So kann ich zusätzlich Texte ausgeben und die CO2-Konzentration im „Klartext“ zur Anzeige bringen. Die Ansteuerung des Displays erfolgt per I2C-Bus und ist durch die Einbindung vorhandener Libraries recht simpel.
Die „Ampel“-Anzeige realisierte ich per WS 2812 (NeoPixel) – RGB-LED’s. Vom Bau meiner Wortuhr hatte ich noch einen Streifen mit 11 LED’s übrig. Auch hier ist die Ansteuerung durch die Verwendung fertiger Bibliotheken recht einfach zu machen.
Weil die Verdrahtung der einzelnen Komponenten auch recht einfach ist, bot sich die Verwendung einer Lochrasterplatte an – für die paar Leitungen lohnt es sich nicht, extra eine Leiterplatte zu entwerfen.

Das Gehäuse entwarf ich mit FreeCAD und druckte es anschließend mit dem 3D-Drucker.  Die entsprechenden Dateien gibt es demnächst hier auch zum Download.
Die beiden Gehäusehälften werden einfach ineinander gesteckt. Durch die beim Drucken entstehende minimale Riffelung der Gehäusewände halten die beiden Teile auch ohne besondere Befestigung gut zusammen.
Der „Ampelturm“ ist aus zwei Teilen zusammengesetzt. Der nach vorn zeigende Teil ist u-förmig und aus transparentem PET gedruckt, die Rückwand ist aus weißem PLA gedruckt. Auf die Rückseite habe ich doppelseitiges Teppichklebeband geklebt. Damit klebt einerseits der Streifen mit den NeoPixeln bombenfest (der Streifen hat zwar selbst eine Klebeschicht, die klebte bei meinem Streifen aber nicht mehr) und andererseits ist damit auch gleich das u-förmige Vorderteil an der Rückwand befestigt.  Das hält bis jetzt jedenfalls ziemlich gut. Alternativ hätte ich beide Seiten mit Klebstoff kleben müssen und das wäre vermutlich eine mehr oder weniger große Sauerei geworden ;-).

Für heute soll es das  gewesen sein – ich muss mir nun erst mal Gedanken machen, wie ich einfach und schnell nen passenden Schaltplan zeichnen kann. Und als nächstes ist das Arduino-Programm aufzuräumen – das ist nur quick and dirty zusammengestrickt, funktioniert zwar super, aber jeder richtige Coder würde bei seinem Anblick vermutlich sofort graue Haare bekommen… 😉

(Hinterher wahrscheinlich auch noch, bin halt nur Teilzeitprogrammierer 😉 )

Foto: CO2-Ampel

Wetterstation, Teil 3

Ein weiterer Schritt zur Ablösung der alten Wetterstation ist geschafft. Die Daten der neuen Station landen in einer neuen Datenbank. Es bedurfte allerdings vorher erstmal einer kleinen Auffrischung der PHP-Kenntnisse. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell man Sachen vergisst, die man nicht ständig nutzt.
Kleines Problem: die Wetterstation sendete ungefähr alle zwölf Sekunden einen Messwert in meine neue Datenbanktabelle. Für meine Zwecke ist das viel zu oft. Also hieß es, die zu viel gesendeten Datensätze zu recyclen ;-):
Auch das stellte mich am Anfang vor eine kleine Herausforderung, die mit einem kurzen Eintrag in der Datenbank meines Webservers gelöst wurde. Erst fragte ich dazu einfach den Timestamp des letzten Eintrags in meiner Wetterdatenbank ab und schaute, ob die Mindestzeit bis zum nächsten Eintrag schon verstrichen ist.
Das funktionierte, reduzierte aber nicht den Traffic auf dem Rechner im heimischen Netzwerk – und den wollte ich ja eigentlich reduzieren. Also verlagerte ich die Abfrage auf den Webserver und siehe da – schon lief der Rechner zu Hause um einiges flüssiger ;-).
Im nächsten Schritt müssen nun noch die Skripte angepasst werden, die die hübschen Wettergrafiken 😉 hier im Blog erstellen. Weil es aber gerade wieder nicht nach Regen aussieht und ich die Zeit dann lieber im Garten verbringe, muss das noch etwas warten. 🙂

Wetterstation, Teil 2

Nachdem das schöne Sommerwetter erstmal Platz für den Herbst gemacht hat, habe ich endlich wieder Zeit gefunden, mich mit der neuen Wetterstation, bzw. der Auswertung der von ihr gelieferten Daten zu beschäftigen.

Am Anfang schien die Sache ziemlich einfach, aber wie immer steckt der (Fehler-)Teufel im Detail. Jedenfalls dauerte es eine ganze Weile, bis die erste korrekte Datenübermittlung beim Server ankam. Inzwischen klappt das und ich kann mit der Auswertung beginnen. Als Laie in Sachen Wetterstation musste ich nun erstmal herausfinden, was sich z.B. hinter dem übermittelten Wert „baromin“ verbirgt.

Bei allen anderen Werten war das nicht schwer, offenbar werden diese Stationen hauptsächlich für den amerikanischen Markt gebaut – das liegt nahe, wenn da Werte wie „windspeedmph“ oder „indoortempf“ übermittelt werden. Entsprechend schnell sind die empfangenen Werte dann auch in „vernünftige Daten“ 😉 umgerechnet. Nur bei „baromin“ stand ich kurzzeitig auf dem Schlauch. Das es irgendwas mit Luftdruck zu tun hat, war klar. Nur passte der Wert von 29.93 nicht so richtig zu gängigen Werten in milliBar.

Nach etwas Webrecherche fiel dann der Groschen. Die Angabe bedeutet in/Hg, also dem amerikanischen Pendant zu mm/Hg. Also fix eine passende Formel zur Umrechnung gesucht und schon passte der ermittelte Wert zur Anzeige auf der Station :).

Nur einen kleinen Schönheitsfehler hat die Sache. Die Daten des extra passend zur Station besorgten zusätzlichen Sensors für Bodentemperatur und -feuchte werden nicht mit übertragen. 😳

Also muss ich dafür doch einen Eigenbau-Sensor einsetzen. Funktionieren tut der schon, es fehlt nur noch ein Gehäuse. Und wo ich gerade dabei bin: meine Eigenbausensoren messen eigentlich genau so gut, wie die der Station. Die Unterschiede sind mit minimal. Da freut sich das Bastlerherz.😁

Als nächstes wird am Auswertescript weiter gebastelt. Daten auf Plausibilität prüfen, Eintrag in die Datenbank, usw.. Da kann es ruhig noch ein paar Tage weiter regnen 😉.

Einmal Hacker sein… ;-)

Seit vielen Jahren nutze ich eine Wetterstation im Garten. Sinnvollerweise hatte ich immer eine Station, bei der ich die Messwerte einfach zur eigenen Nutzung und Weiterverarbeitung selbst aus der Station ziehen kann. Im Lauf der Jahre passiert aber, was zwangsläufig mit jeder Technik irgendwann passiert: sie geht kaputt. In meinem Fall verabschiedeten sich von der ersten Station Schritt für Schritt die Sensoren. Bei der zweiten Station kommt eigenes Unvermögen dazu. 🙁
Wenn man schon zur Bespaßung der Hunde Bälle durch den Garten wirft, sollte man so werfen, dass die Außensensoren nicht im Weg sind…
Also reifte der Entschluss, bei nächster Gelegenheit etwas neues zu beschaffen. Nun kam es so, dass ein Angebot eines Discounters und der nahende Geburtstag Anlass zur Neubeschaffung einer neuen Station boten.
Im Vergleich zu anderen Angeboten war das Angebot des Discounters fast 150€ preiswerter. Schnäppchen also!
Aber wie das immer so ist: Kein Vorteil ohne nicht mindestens zwei Nachteile! Bei dieser Station (Bresser 7 in 1) gibt es keine (offizielle) Möglichkeit, auf direktem Weg an die Wetterdaten zu kommen. Zwar besteht die Möglichkeit des Anschlusses an das heimische WLAN, aber man kann die Daten dann nur über den Umweg wunderground.com (funktioniert bei mir nicht) oder weathercloud.net(funktioniert) bekommen. Da ich die Daten, speziell die Niederschlagsmenge, zur Steuerung meiner Gartenberegnung (Eigenbau, später vielleicht dazu mehr…) nutzen möchte, ist so ein Umweg natürlich suboptimal und fehleranfällig. Also begann ich über alternative Lösungen nachzudenken und entwickelte mich zum „Hacker“ ;-).
Alles, was per Netzwerk irgendwohin übertragen wird, kann man mit den passenden Werkzeugen ausschnüffeln. In meinem Fall war das mein Linux-Desktop und Wireshark. Zunächst ermittelte ich die IP-Adresse der Wetterstation im WLAN. Das war nicht schwer, weil mein Router mir jedes neue Gerät im Netzwerk per Mail petzt.
Als nächstes nutzte ich eine versteckte Funktion im Router dazu, den Netzwerkverkehr „nach draußen“ aufzuzeichnen. Diese Datei öffnete ich in Wireshark, setzte einen Filter mit der IP der Wetterstation und siehe da… die ist so „gesprächig“, dass sie die Daten im Klartext mittels eines einfachen Aufrufs einer URL überträgt. In diesem Fall ging der Aufruf der URL an wunderground.com. Allerdings endete dieser Aufruf permanent mit einer Fehlermeldung der Webseite (unauthorized – warum auch immer…).
Jetzt gäbe es die Möglichkeit, im lokalen Netz einen eigenen DNS-Server zu betreiben und den Aufruf an einen eigenen Server umzuleiten. Das war mir aber zu aufwändig. Es gibt da nämlich im Setup der Wetterstation noch die Möglichkeit, einen anderen „Wetterserver“ einzutragen. Nach etwas Frickelei und dem nochmaligen Einsatz von Wireshark war es dann geschafft – die Station „telefoniert“ jetzt mit meinem eigenen Server. Die Verbindung mit dem „Wetterserver“ funktioniert nämlich haargenau so, wie die mit wunderground.com. :).
Jetzt muss ich mir nur noch ein kleines php-Script schreiben, dass die Daten entgegen nimmt und in meine eigene Datenbank schreibt.