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300km mit dem Rad durch die Oberlausitz

Etappe 6 von Bernbruch zurück nach Hoyerswerda

Die letzte Etappe führte uns zunächst wieder etwas zurück in die Gegenrichtung ;-). Aber Kamenz wollten wir uns schon noch anschauen, bevor es wieder in Richtung Heimat ging.

So ganz spektakuläre Sachen gab es auf dem Weg heute bis auf die Fahrt durch das Dubringer Moor nicht. Aber es kam uns auf unserer Tour ja vor allem auf das ganz entspannte Radeln an. Und das heute bei Kaiserwetter, es war schon fast zu warm ;-).
Ganz pünktlich und entspannt ging es mit der S-Bahn ab Hoyerswerda wieder zurück nach Hause.

 

300km mit dem Rad durch die Oberlausitz

Etappe 4: Von Kleinsaubernitz nach Großdubrau

Wettertechnisch begann der Tag so, wie der vorangegangene endete. Sprich: leichter bis mittlerer unangenehmer Nieselregen und Wind. Nicht schön, nicht zu ändern, aber wir mussten und wollten ja weiter.

Unser Weg führte uns heute etwas weg vom Froschradweg in Richtung Bautzen. Des Wetters wegen fuhren wir zunächst ohne größere Pausen direkt bis zum Bautzener Stausee. Dort ergab sich die Möglichkeit, im Imbiss am Klettergarten eine Pause im Trockenen zu machen.

Zwischenzeitlich hörte es zum Glück auf zu regnen, so dass wir uns in Richtung Bautzener Zentrum auf den Weg machten und uns die Innenstadt ansahen. Leider reichte die Zeit nicht für eine ausgiebige Stadtbesichtigung, denn wir hatten ein gutes drittel Strecke noch vor uns. Also gab es ein abschließendes Leckerchen im Eiscafé und dann ging es weiter in Richtung Großdubrau.

 

300km mit dem Rad durch die Oberlausitz

Etappe 3: Von Rothenburg nach Kleinsaubernitz

Am dritten Tag unserer Tour starteten wir wie immer gegen 9:45Uhr von Rothenburg aus in Richtung Kleinsaubernitz. Wettertechnisch hofften wir, noch trocken am Ziel anzukommen, aber leider wurde daraus nichts. Erste kleine Sehenswürdigkeit war eine Wasserscheide im Rothenburger Ortsteil Geheege. Dort teilt sich ein Bach. In der einen Richtung fließt das Wasser über Neiße und Oder in die Ostsee, in der anderen Richtung über Spree, Havel und Elbe in die Nordsee. Ein hübsch gestalteter Rastplatz nebenan lädt zum Verweilen ein. Für uns war es aber noch zu zeitig für eine längere Pause.

Die gönnten wir uns erst in Niesky. Eine Freundin empfahl uns dort eine Pause in einem Café zu machen, weil es dort das „weltbeste Softeis“ geben soll. Dafür nahmen wir gern einen kleinen Umweg in Kauf, obwohl es uns des Wetters wegen eigentlich eher nach Glühwein als Eis war. 😉

Wasserscheide in GeheegeNach dem Stopp im Café hieß es dann erstmal wetterfeste Ausrüstung anlegen, denn zum kalten Wind hatte sich inzwischen auch noch Regen gesellt. Wir sind zwar nicht aus Zuckerguss, aber kalter Wind und Regen sind so ziemlich das letzte, was man sich auf so einer Tour wünscht.  Zumal die heutige Etappe quasi die Königsetappe war, was Streckenlänge und Höhenmeter betraf. Von Niesky aus ging es nämlich straff nach Süden, über die A4, in Richtung Königshainer Berge, danach wieder nach Norden und erst dann in Richtung Kleinsaubernitz. Abkürzen kann schließlich jeder 😉 .

Jedenfalls kamen wir, je nach Ausrüstung, mehr oder weniger nass und durchgefroren am Quartier an. Aufwärmen war das Gebot der Stunde, keinem war es nach dieser Tour nach einem Spaziergang durch den Ort.

 

300km mit dem Rad durch die Oberlausitz

Etappe 2: Von Bad Muskau nach Rothenburg

Foto: Neues Schloss Bad Muskau

Am zweiten Tag unserer Radrunde durch die Oberlausitz besichtigten wir zunächst das Neue Schloss. Radfahren mit Gepäck ist ja prinzipiell nicht so schlimm. Blöd ist es nur, wenn man ein Museum oder ähnliches besichtigen möchte. Entweder teilt man sich zur Besichtigung in zwei Gruppen auf (kostet Zeit) oder einer Verzichtet auf den Besuch und passt auf das Gepäck auf. Hat halt alles so seine Vor-und Nachteile.
Schien am Anfang noch die Sonne und machte die Wartezeit draußen erträglich, zog es sich im Verlauf der Zeit immer mehr zu und es wurde kalt und windig. Aber wir Aufpasser sind ja keine Schönwetter-Radler ;-).

Irgendwann war die Truppe jedenfalls durch mit dem Museumsbesuch und wir starteten unsere Tour auf gepflegten Radwegen entlang der Neiße.

Unser Weg führte uns über etwa 46 Kilometer fast immer an der Neiße entlang. Nur auf dem letzten Stück ging es etwas weiter weg vom Neißeradweg mehr durchs Grüne ;-). Interessant war unterwegs der Halt an einer Stelle, an der früher mal eine Sprungschanze stand. Man möchte es kaum glauben, aber es war tatsächlich so. Die Sprungschanze ist weg, aber dafür lädt jetzt ein hübscher überdachter Platz zur Pause ein. Und nebenbei kann man sich über die Geschichte des Ortes informieren. Nach diversen Zwischenstopps an mehr oder weniger interessanten Sehenswürdigkeiten erreichten wir schließlich ein kleines, verschlafenes Örtchen namens Rothenburg. Wir hatten den Eindruck, dass dort schon ab 16:00Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden ;-). Kaum ein Mensch zu sehen, alle Straßen wie leergefegt.
In der Pension wurden wir aber herzlich empfangen und anschließend spazierten wir noch etwas durch die Stadt. Erstes Ziel war nach der Empfehlung im Hotel der Stadtpark. Danach ging es weiter in Richtung des ehemaligen Bahnhofs. Als bekennender Eisenbahner und Bahnfan musste das Areal natürlich besichtigt werden. Einige alte Güterwagen erregten unsere Aufmerksamkeit und während wir sie begutachteten rumpelte auf dem Nachbargleis irgend ein Gefährt heran. Was es war, konnten wir wegen der Wagons nicht sehen, aber als wir neugierig um die Ecke lugten, sahen wir einen „Eisenbahn-Polo“ und staunten darüber nicht schlecht. Einen zum Schienenfahrzeug umgebauten VW Polo sieht man schließlich nicht alle Tage. Und es dauerte auch nicht lange, bis wir mit den Insassen dieses „Nebenfahrzeugs“ ins Gespräch kamen und sogar zu einer Führung durch den ehemaligen Lokschuppen eingeladen wurden.

So erfuhren wir interessante Details zur Geschichte der Bahnstrecke und des Bahnhofs und weil wir die „hochgeklappten Bürgersteige“ 😉 ansprachen, sogar noch viel interessantes über die Stadt Rothenburg.

 

Etappe 2 von Bad Muskau nach Rothenburg

300 Kilometer mit dem Rad durch die Oberlausitz

Aktivurlaub mit dem Rad – diesmal sechs Tage und dreihundert Kilometer durch die Oberlausitz. Urlaubsplanung in Zeiten von Corona sind definitiv ziemlich schwer, zumal wenn der Teilnehmerkreis die eigene Familie weit übersteigt. Deshalb an dieser Stelle den beiden Organisatoren Petra und Kurt einen großen Dank!

Aber nun zu unserer Tour. Geplant war eine Runde, die sich in weiten Teilen am Froschradweg in der Oberlausitz orientiert. Kleinere Abstecher zu besonderen Sehenswürdigkeiten wurden spontan in die Tour eingeplant. Start war am Ostermontag in Leipzig. Von hier aus kommt man zurzeit noch  * kam man bequem und ohne lästiges Umsteigen mit der S-Bahn nach Hoyerswerda. Mit acht Fahrrädern inklusive Gepäck für sechs Tage wäre das nämlich bedeutend schwieriger, zumal es auf vielen Bahnhöfen keine Aufzüge zu den Bahnsteigen gibt – bestes Beispiel ist Hoyerswerda selbst. Wer dort mit schwer beladenem Pedelec versucht hat zum Zug zu kommen, weiß wovon ich rede. Und selbst mit Aufzug  wären knappe Umsteigezeiten kaum zu schaffen, weil die meisten Aufzüge so klein sind, dass nur ein Rad hinein passt. Bei acht Rädern dauert das :-(.

*Aktuell gibt es keine durchgehende Verbindung von Leipzig nach Hoyerswerda mehr – vermutlich sind Bauarbeiten der Grund.

Unsere Tour durch die Oberlausitz im Überblick. Karte ist von Openstreetmap.org

Etappe 1: Hoyerswerda – Bad Muskau

Die erste Etappe führte uns nach der Ankunft in Hoyerswerda über etwa 47 Kilometer nach Bad Muskau. Unterwegs gab es viele Möglichkeiten, eine Pause einzulegen. Inzwischen sind die Karten von Openstreetmap so gut, dass fast alle Plätze mit „Futterkrippe“ eingezeichnet sind und man die Tour entsprechend planen kann. Nur eine Online-Reservierungsmöglichkeit fehlt noch ;-). Bei schönem Wetter sind die meisten Rastplätze  oft schon besetzt, besser, man hat die Picknickdecke dabei ;-).
Highlight des Tages war der Besuch des Kromlauer Parks. Leider waren wir für die Rhododendronblüte im Park mindestens drei Wochen zu früh dran, aber der Park ist immer einen Besuch wert!

Rakotzbrücke im Kromlauer Park
Rakotzbrücke im Kromlauer Park
Neues Schloss im Bad Muskauer Park
Neues Schloss im Bad Muskauer Park
Die Neiße im Gegenlicht
Neiße im Bad Muskauer Park

Etappe 1 von Hoyerswerda nach Bad Muskau

Nach der Ankunft in Bad Muskau brachten wir zuerst das Gepäck in die Unterkunft und starteten dann einen gemeinsamen Spaziergang durch den Bad Muskauer Park. Schloss und Park hatte ich zuletzt vor mehr als 40 Jahren gesehen. Damals stand vom Schloss nur noch die ausgebrannte Ruine und es war ein ziemlich trauriger Anblick. Inzwischen wurde das Schloss komplett neu aufgebaut und auch der Park sieht deutlich besser aus, als damals ;-).