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300km mit dem Rad durch die Oberlausitz

Etappe 6 von Bernbruch zurück nach Hoyerswerda

Die letzte Etappe führte uns zunächst wieder etwas zurück in die Gegenrichtung ;-). Aber Kamenz wollten wir uns schon noch anschauen, bevor es wieder in Richtung Heimat ging.

So ganz spektakuläre Sachen gab es auf dem Weg heute bis auf die Fahrt durch das Dubringer Moor nicht. Aber es kam uns auf unserer Tour ja vor allem auf das ganz entspannte Radeln an. Und das heute bei Kaiserwetter, es war schon fast zu warm ;-).
Ganz pünktlich und entspannt ging es mit der S-Bahn ab Hoyerswerda wieder zurück nach Hause.

 

300km mit dem Rad durch die Oberlausitz

Etappe 5: Von Großdubrau nach Bernbruch

Die vorletzte Etappe war entfernungsmäßig wieder etwas länger. Wir starteten ausgeruht nach einem leckeren Frühstück. Wie immer war nicht das Ziel, möglichst schnell voran zu kommen, sondern möglichst viel zu sehen.

So war als erstes Zwischenziel das sehr schön renovierte Schloß Milkel geplant. Schloß und Park befinden sich in Privatbesitz, man durfte den Park aber betreten und sich alles anschauen. Sehr sehenswert!

Nach einer ausgiebigen Besichtigung ging es dann weiter in Richtung Neschwitz. Auch dort gibt es ein schönes Barockschloss und einen gepflegten Park zu entdecken. Außerdem gibt es nicht weit entfernt einen Bäcker, bei dem man sich mit lecker Gebäck und Kaffee stärken kann.

Anschließend führte uns die Tour noch auf den Friedhof von Ralbitz. Wenn man in der Gegend unterwegs ist, sollte man die Kirche und den Friedhof unbedingt gesehen haben. Das besondere an diesem Friedhof: alle Gräber sind bis auf wenige Details, z.B. die Bepflanzung in unterschiedlichen Farben und die Gestaltung der Grabkreuze, gleich. Man kann sich seine Grabstelle auch nicht aussuchen und es gibt keine Familiengräber. Beerdigt wird dort streng chronologisch – einfach der Reihe nach. Stirbt jemand, wird er im nächsten Grab in der Reihe beigesetzt. Das ist schon ziemlich einzigartig.

Direkt in der Nähe gab es dann auch einen kleinen Picknickplatz, den wir für eine ausgiebige Pause vor der finalen Etappe nach Bernbruch nutzten.

300km mit dem Rad durch die Oberlausitz

Etappe 4: Von Kleinsaubernitz nach Großdubrau

Wettertechnisch begann der Tag so, wie der vorangegangene endete. Sprich: leichter bis mittlerer unangenehmer Nieselregen und Wind. Nicht schön, nicht zu ändern, aber wir mussten und wollten ja weiter.

Unser Weg führte uns heute etwas weg vom Froschradweg in Richtung Bautzen. Des Wetters wegen fuhren wir zunächst ohne größere Pausen direkt bis zum Bautzener Stausee. Dort ergab sich die Möglichkeit, im Imbiss am Klettergarten eine Pause im Trockenen zu machen.

Zwischenzeitlich hörte es zum Glück auf zu regnen, so dass wir uns in Richtung Bautzener Zentrum auf den Weg machten und uns die Innenstadt ansahen. Leider reichte die Zeit nicht für eine ausgiebige Stadtbesichtigung, denn wir hatten ein gutes drittel Strecke noch vor uns. Also gab es ein abschließendes Leckerchen im Eiscafé und dann ging es weiter in Richtung Großdubrau.

 

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Etappe 3: Von Rothenburg nach Kleinsaubernitz

Am dritten Tag unserer Tour starteten wir wie immer gegen 9:45Uhr von Rothenburg aus in Richtung Kleinsaubernitz. Wettertechnisch hofften wir, noch trocken am Ziel anzukommen, aber leider wurde daraus nichts. Erste kleine Sehenswürdigkeit war eine Wasserscheide im Rothenburger Ortsteil Geheege. Dort teilt sich ein Bach. In der einen Richtung fließt das Wasser über Neiße und Oder in die Ostsee, in der anderen Richtung über Spree, Havel und Elbe in die Nordsee. Ein hübsch gestalteter Rastplatz nebenan lädt zum Verweilen ein. Für uns war es aber noch zu zeitig für eine längere Pause.

Die gönnten wir uns erst in Niesky. Eine Freundin empfahl uns dort eine Pause in einem Café zu machen, weil es dort das „weltbeste Softeis“ geben soll. Dafür nahmen wir gern einen kleinen Umweg in Kauf, obwohl es uns des Wetters wegen eigentlich eher nach Glühwein als Eis war. 😉

Wasserscheide in GeheegeNach dem Stopp im Café hieß es dann erstmal wetterfeste Ausrüstung anlegen, denn zum kalten Wind hatte sich inzwischen auch noch Regen gesellt. Wir sind zwar nicht aus Zuckerguss, aber kalter Wind und Regen sind so ziemlich das letzte, was man sich auf so einer Tour wünscht.  Zumal die heutige Etappe quasi die Königsetappe war, was Streckenlänge und Höhenmeter betraf. Von Niesky aus ging es nämlich straff nach Süden, über die A4, in Richtung Königshainer Berge, danach wieder nach Norden und erst dann in Richtung Kleinsaubernitz. Abkürzen kann schließlich jeder 😉 .

Jedenfalls kamen wir, je nach Ausrüstung, mehr oder weniger nass und durchgefroren am Quartier an. Aufwärmen war das Gebot der Stunde, keinem war es nach dieser Tour nach einem Spaziergang durch den Ort.

 

300km mit dem Rad durch die Oberlausitz

Etappe 2: Von Bad Muskau nach Rothenburg

Foto: Neues Schloss Bad Muskau

Am zweiten Tag unserer Radrunde durch die Oberlausitz besichtigten wir zunächst das Neue Schloss. Radfahren mit Gepäck ist ja prinzipiell nicht so schlimm. Blöd ist es nur, wenn man ein Museum oder ähnliches besichtigen möchte. Entweder teilt man sich zur Besichtigung in zwei Gruppen auf (kostet Zeit) oder einer Verzichtet auf den Besuch und passt auf das Gepäck auf. Hat halt alles so seine Vor-und Nachteile.
Schien am Anfang noch die Sonne und machte die Wartezeit draußen erträglich, zog es sich im Verlauf der Zeit immer mehr zu und es wurde kalt und windig. Aber wir Aufpasser sind ja keine Schönwetter-Radler ;-).

Irgendwann war die Truppe jedenfalls durch mit dem Museumsbesuch und wir starteten unsere Tour auf gepflegten Radwegen entlang der Neiße.

Unser Weg führte uns über etwa 46 Kilometer fast immer an der Neiße entlang. Nur auf dem letzten Stück ging es etwas weiter weg vom Neißeradweg mehr durchs Grüne ;-). Interessant war unterwegs der Halt an einer Stelle, an der früher mal eine Sprungschanze stand. Man möchte es kaum glauben, aber es war tatsächlich so. Die Sprungschanze ist weg, aber dafür lädt jetzt ein hübscher überdachter Platz zur Pause ein. Und nebenbei kann man sich über die Geschichte des Ortes informieren. Nach diversen Zwischenstopps an mehr oder weniger interessanten Sehenswürdigkeiten erreichten wir schließlich ein kleines, verschlafenes Örtchen namens Rothenburg. Wir hatten den Eindruck, dass dort schon ab 16:00Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden ;-). Kaum ein Mensch zu sehen, alle Straßen wie leergefegt.
In der Pension wurden wir aber herzlich empfangen und anschließend spazierten wir noch etwas durch die Stadt. Erstes Ziel war nach der Empfehlung im Hotel der Stadtpark. Danach ging es weiter in Richtung des ehemaligen Bahnhofs. Als bekennender Eisenbahner und Bahnfan musste das Areal natürlich besichtigt werden. Einige alte Güterwagen erregten unsere Aufmerksamkeit und während wir sie begutachteten rumpelte auf dem Nachbargleis irgend ein Gefährt heran. Was es war, konnten wir wegen der Wagons nicht sehen, aber als wir neugierig um die Ecke lugten, sahen wir einen „Eisenbahn-Polo“ und staunten darüber nicht schlecht. Einen zum Schienenfahrzeug umgebauten VW Polo sieht man schließlich nicht alle Tage. Und es dauerte auch nicht lange, bis wir mit den Insassen dieses „Nebenfahrzeugs“ ins Gespräch kamen und sogar zu einer Führung durch den ehemaligen Lokschuppen eingeladen wurden.

So erfuhren wir interessante Details zur Geschichte der Bahnstrecke und des Bahnhofs und weil wir die „hochgeklappten Bürgersteige“ 😉 ansprachen, sogar noch viel interessantes über die Stadt Rothenburg.

 

Etappe 2 von Bad Muskau nach Rothenburg

300 Kilometer mit dem Rad durch die Oberlausitz

Aktivurlaub mit dem Rad – diesmal sechs Tage und dreihundert Kilometer durch die Oberlausitz. Urlaubsplanung in Zeiten von Corona sind definitiv ziemlich schwer, zumal wenn der Teilnehmerkreis die eigene Familie weit übersteigt. Deshalb an dieser Stelle den beiden Organisatoren Petra und Kurt einen großen Dank!

Aber nun zu unserer Tour. Geplant war eine Runde, die sich in weiten Teilen am Froschradweg in der Oberlausitz orientiert. Kleinere Abstecher zu besonderen Sehenswürdigkeiten wurden spontan in die Tour eingeplant. Start war am Ostermontag in Leipzig. Von hier aus kommt man zurzeit noch  * kam man bequem und ohne lästiges Umsteigen mit der S-Bahn nach Hoyerswerda. Mit acht Fahrrädern inklusive Gepäck für sechs Tage wäre das nämlich bedeutend schwieriger, zumal es auf vielen Bahnhöfen keine Aufzüge zu den Bahnsteigen gibt – bestes Beispiel ist Hoyerswerda selbst. Wer dort mit schwer beladenem Pedelec versucht hat zum Zug zu kommen, weiß wovon ich rede. Und selbst mit Aufzug  wären knappe Umsteigezeiten kaum zu schaffen, weil die meisten Aufzüge so klein sind, dass nur ein Rad hinein passt. Bei acht Rädern dauert das :-(.

*Aktuell gibt es keine durchgehende Verbindung von Leipzig nach Hoyerswerda mehr – vermutlich sind Bauarbeiten der Grund.

Unsere Tour durch die Oberlausitz im Überblick. Karte ist von Openstreetmap.org

Etappe 1: Hoyerswerda – Bad Muskau

Die erste Etappe führte uns nach der Ankunft in Hoyerswerda über etwa 47 Kilometer nach Bad Muskau. Unterwegs gab es viele Möglichkeiten, eine Pause einzulegen. Inzwischen sind die Karten von Openstreetmap so gut, dass fast alle Plätze mit „Futterkrippe“ eingezeichnet sind und man die Tour entsprechend planen kann. Nur eine Online-Reservierungsmöglichkeit fehlt noch ;-). Bei schönem Wetter sind die meisten Rastplätze  oft schon besetzt, besser, man hat die Picknickdecke dabei ;-).
Highlight des Tages war der Besuch des Kromlauer Parks. Leider waren wir für die Rhododendronblüte im Park mindestens drei Wochen zu früh dran, aber der Park ist immer einen Besuch wert!

Rakotzbrücke im Kromlauer Park
Rakotzbrücke im Kromlauer Park
Neues Schloss im Bad Muskauer Park
Neues Schloss im Bad Muskauer Park
Die Neiße im Gegenlicht
Neiße im Bad Muskauer Park

Etappe 1 von Hoyerswerda nach Bad Muskau

Nach der Ankunft in Bad Muskau brachten wir zuerst das Gepäck in die Unterkunft und starteten dann einen gemeinsamen Spaziergang durch den Bad Muskauer Park. Schloss und Park hatte ich zuletzt vor mehr als 40 Jahren gesehen. Damals stand vom Schloss nur noch die ausgebrannte Ruine und es war ein ziemlich trauriger Anblick. Inzwischen wurde das Schloss komplett neu aufgebaut und auch der Park sieht deutlich besser aus, als damals ;-).

Mir san mit’m Radl da… ;-)

Foto: Elberadweg kurz vor MeißenWer uns kennt, weiß, dass wir gern mal eine Runde mit dem Rad fahren. Immer wieder gern stehen dabei Touren entlang der Elbe auf dem Programm. Diesmal wiederholten wir ein Stück des Weges zwischen Coswig bei Dresden und Riesa. Diese Strecke sind wir vor einiger Zeit zwar schon einmal gefahren, aber auf der anderen Seite der Elbe.
Nach der Anschaffung unserer „Rentnerräder“, in Fachkreisen auch Pedelecs oder (was nicht ganz zutreffend ist) E-Bikes genannt, mussten diese endlich auf einer etwas längeren Strecke getestet werden.

So starteten wir am Reformationstag kurz nach 8:00Uhr in Richtung Engelsdorfer Bahnhof. Von dort ging es per Regionalexpress nach Coswig bei Dresden. Zurzeit bezahlt man zu Zweit für diese Tour für Hin-und Rückfahrt im Regionalzug 38 Euro (Sachsenticket 28€ + 2 Fahrradkarten zu je 5€). Eine reichliche Stunde später kamen wir entspannt in Coswig an. Nach einem kurzen Blick auf die Karte radelten wir vom Bahnhof Coswig in Richtung Elbe.

Während Frau Portitzerin ihr „Rentnerrad“ auf fast der gesamten Strecke mit Eco-Unterstützung nutzte, strampelte ich der Fitness wegen auf weiten Strecken ohne selbige. Nur auf dem letzten Teil der Strecke wurde auch ich bei heftigem Gegenwind schwach und schaltete die Unterstützung zu. Wozu fährt man schließlich auch nen kiloschweren Akku durch die Gegend… 😉

Die Route selbst war durchgehend gut ausgeschildert, was leider nicht auf allen Radwegen selbstverständlich ist. Bis auf wenige Streckenabschnitte ist der Weg auch fahrbahnmäßig gut in Schuss. Nur wenige hundert Meter waren echt anstrengend ziemlich grob gepflastert. Und ich vermute mal ganz stark, dass der Denkmalschutz dafür sorgt, dass das auch so bleibt :-(.

Für Ende Oktober hatten wir ein annehmbares Wetter und kamen recht gut voran. Bei etwas mehr Sonnenschein hätten wir die Aussicht auf die Weinberge mit ihrer herrlichen Laubfärbung gern etwas länger genossen. So verzichteten wir auf den eigentlich obligatorischen Zwischenstopp in Meißen und radelten durch bis zum Gasthof „Zum Zuessenhaus“ in Kleinzadel. Dort wärmten wir uns auf und gönnten uns ein gepflegtes Mittagessen, bevor es weiter in Richtung Riesa ging.

Dank der Elektrounterstützung machte uns auch der kurz vor dem Ziel aufkommende Gegenwind nicht wirklich etwas aus und am Ende des Tages zeigte das Display noch etwa 66% Akku-Restkapazitiät an. Da wären also noch etliche Kilometer drin gewesen. Insgesamt sind wir recht zufrieden mit unseren „Rentnerrädern“. Einziges Manko ist bislang die etwas hakelige automatische Gangschaltung. Fährt man zügig an, überspringt die schon mal ein bis zwei Gänge. Dann tritt es sich plötzlich viel zu schwer bevor die Automatik wieder einen Gang runter schaltet. Im ‚Normalbetrieb‘ kann man sich darauf aber einstellen, dann fährt man halt mit weniger ‚Schmackes‘ an.
Blöd ist das nur, wenn man eine stark befahrene Straße überqueren möchte, wegen des Verkehrs wenig Zeit dazu hat und eben straff antreten muss, damit man vor dem nächsten Auto auf der anderen Seite ist. Dann empfiehlt es sich, vor dem losfahren die Automatik abzuschalten und manuell zu schalten.

Fazit nach über zweihundertfünfzig gefahrenen Kilometern in den letzten 12 Tagen (übrigens bei jedem Wetter…): Tolle Sache, so ein Pedelec. Da stören mich auch blöde Kommentare von Fußgängern („So jung und schon E-Bike fahren…“) nicht. Wenn ich es eilig habe und nicht unbedingt durchgeschwitzt am Ziel ankommen möchte, ist so ein Ding eine super Sache. Gegenwind und Steigungen? Jucken mich auf dem Ding nicht die Bohne! Und wenn ich mal nur zum Vergnügen ein bissel in der Gegend rumfahren möchte, gibt es ja noch die Alternative ohne Motor…
Foto: Elberadweg in Meißen

Von Dessau nach Wittenberg auf dem Elberadweg

Wir hatten schon lange mal vor, eine richtig schöne Radtour zu machen. Schon vor dem Sommerurlaub hatte ich verschiedene Routen ausgesucht und wir entschieden uns für eine Tour entlang der Elbe. Der Urlaub kam, nur der Sommer ließ auf sich warten. Entweder war es zu heiß oder es regnete… Die Zeit verging und es drohte Weihnachten zu werden, ohne das wir unsere geplante Tour gefahren wären.

Am Freitag sah es nun endlich so aus, als könnte man es am Sonnabend endlich riskieren. Der Wetterbericht sagte passendes Wetter voraus und so checkte ich die restlichen Variablen (Zugfahrzeiten, Track für den Radweg, Caches an der Strecke ;-)). Alles passte.

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