Cachen in Prag

Da wir unseren „großen“ Urlaub erst wieder im Oktober im „Rentnerparadies“ Florida verbringen wollen, waren im Sommerurlaub nur ein paar kleinere Ausflüge geplant. Der letzte dieser Ausflüge führte uns, standesgemäß mit der Bahn, am vergangenen Montag nach Prag.
Zeitmäßig passten die Abfahrtszeiten der Züge prima, auf der Hinfahrt um 6:51Uhr ab Leipzig Hauptbahnhof, nach Hause ging es ab Prag Hauptbahnhof um 18:31Uhr. So hat man in Prag ausreichend Zeit für einen entspannten Stadtbummel. Die Fahrzeit beträgt etwa 3:30h, auf dem Rückweg dauerte es wegen der Zugteilung in Dresden (ein Teil des Zuges fährt über Berlin weiter nach Amsterdam, der andere Teil über Leipzig nach Zürich) etwas länger.

Insgesamt finde ich eine Zugfahrt eigentlich immer viel entspannter, als wenn ich so eine Strecke mit dem Auto zurücklegen muß, besonders, weil am Ziel die Parkplatzsuche wegfällt ;-). Außerdem kann man ohne Risiko Landschaft gucken. Bei gleicher Geschwindigkeit auf der Autobahn ist das sonst eher lebensgefährlich. Aber im Zug ist der Blick aus dem Fenster problemlos möglich, besonders, wenn man einen erwischt, bei dem sich die Fenster noch öffnen lassen ;-).

Blick aus dem Zug auf die Festung Königstein

Preismäßig liegt man bei etwa 104Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt (ohne Bahncard), aber wenn man sich zeitig genug für eine Bahnfahrt entscheidet, kann man auch ein richtiges Schnäppchen machen und ab 29Euro (einfache Fahrt) fahren. Für uns war es natürlich nicht ganz so teuer, aber man ist ja nicht umsonst Eisenbahner :-).

Caches gibt es in Prag natürlich jede Menge, wobei man sich darüber klar sein sollte, dass das Suchen im Touristengewimmel nicht so einfach, teilweise wahrscheinlich eher sogar unmöglich ist. Zumindest, wenn man den Cache nicht gefährden oder der tschechischen Polizei erklären will, was Cachen ist ;-). Außerdem fallen viele Caches schon der Sprachbarriere wegen unter den Tisch, so dass am Ende wahrscheinlich nur ein paar Tradis für eine Suche übrig bleiben. Wie schon in Polen ist auch hier ein Hint in englischer Sprache sehr hilfreich und macht die Suche weniger auffällig.

Dank diesmal besserer Vorbereitung mit OpenStreetMap-Karte von Tschechien auf dem Garmin und einer Pocketquery in Geosphere konnte ich unterwegs immer mal schauen, ob ein Cache in der Nähe ist. Auch diesmal stand, 25 Jahre nach unserem letzten Besuch in Prag, eher ein touristischer Stadtbummel im Vordergrund und das Cachen lief eher „nebenbei“. Von den fünf angelaufenen Caches standen dann am Ende immerhin zwei auf der Haben-Seite. Beim Rest habe ich mir die Suche der vielen Zuschauer und der großen Polizeipräsens wegen lieber verkniffen. Nach den Ereignissen in Norwegen muß man nicht unnötig für Aufregung sorgen…

Jedenfalls gefiel und Prag wieder super. In den letzten Jahren hat sich da eine ganze Menge zum Positiven verändert und wir haben uns Plattfüße gelaufen, um so viel wie möglich zu sehen :-).
Und so waren wir auch ganz froh, als wir uns nach einem wunderschönen Tag auf unseren reservierten Plätzen in die Polster fallen und uns nach Hause chauffieren lassen konnten…

Blick zur Karlsbrücke

Menschenmassen in der Prager Altstadt

Blick von der Altstadt zur Karlsbrücke

Die Panoramafotos entstanden diesmal mit Hilfe von Hugin. Man beachte die an vielen Stellen zu sehenden Regenschirme der Stadtführer. Aber was machen die, wenn es regnet und alle Leute mit Regenschirmen unterwegs sind? 😉

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