Einmal Haifa und zurück

Am Hafen von Haifa

Hier in Israel heißt es, daß in Haifa gearbeitet, in Tel Aviv gelebt und in Jerusalem gebetet wird. Weil wir prinzipiell neugierig sind, wollten wir uns das mal ansehen. Von Tel Aviv haben wir ja nun schon etwas gesehen, deshalb ging es heute mal nach Haifa.
Per Zug geht das einfach und unkompliziert. Einfach zum Ticketautomaten, Tickets auswählen, Kreditkarte durchziehen und zum Bahnsteig gehen. Ach nee, ganz so einfach ist es doch nicht. Für uns ist es ungewohnt, hier aber Standard. Bevor man in ein Kaufhaus, öffentliches Gebäude oder eben in den Bahnhof kommt, muß man durch den Sicherheitscheck.
In Kaufhäusern guckt sich ein Securitymann oder -frau die Taschen an und man wird mit nem Metalldetektor gefilzt. Am Bahnhof stehen zusätzlich noch Geräte, mit denen das Gepäck, genau wie bei uns am Flughafen, durchleuchtet wird.
Danach gehts zum Bahnsteig. Vorher muß man sein Ticket am Automaten entwerten und durch ein Drehkreuz gehen. Ohne Fahrkarte kommt man nicht auf den Bahnsteig und man sollte es tunlichst vermeiden, nach der Fahrt seine Fahrkarte in den nächsten Papierkorb zu werfen, denn ohne Ticket kommt man nicht aus dem Bahnhof raus…

Dreisprachiges Schild

In Haifa selbst sind wir dann ein bisschen durch die Straßen gebummelt. Dort haben wir sehr oft uns gut bekannte Töne gehört – russisch. Das scheint dort neben hebräisch und arabisch die dritte Amtssprache zu sein. Jedenfalls waren an den meisten Geschäften Schilder in russisch angebracht.
Da wir schon einige Postkarten geschrieben hatten, aber gestern keine Briefmarken bekamen, wollten wir heute in Haifa auf der Post mal fix ein paar besorgen. Aber auch hier geht es etwas anders als bei uns zur Sache.
Vor der Briefmarke kommt erstmal eine andere Marke. Und bei der handelt es sich um eine Wartemarke. Ganz wie bei uns in den Amtsstuben muß man sich erstmal eine Marke ziehen. Dann setzt man sich brav aufs Wartebänkchen und wartet bis man an der Reihe ist. Das kann unter Umständen ganz schön dauern. In Haifa jedenfalls zu lange…
Wir haben die Warteprozedur dann nochmal hier in Tel Aviv in der Post um die Ecke wiederholt und hatten nach fünf Minuten unsere Briefmarken.
Nachher wollen wir uns mal den Sonnenuntergang am Strand ansehen. Mal sehen, ob es klappt oder ob uns eine Wolke den Spaß verdirbt 😉

Man versteht russisch ;-)

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