Mehr vom neuen Oregon 600

 
So, nun habe ich die letzten beiden Sonnabende dazu genutzt, das neue Oregon 600 mal im Vergleich zu anderen Geräten beim Cachen zu testen. Und wie ich schon befürchtet hatte, fällt das Ergebnis eher gemischt aus.

Letztes Wochenende in Brandenburg, auf dem Waldweg im lichten Kiefernwald. Angezeigte GPS-Genauigkeit 31m. Die anderen Geräte (60er,ältere Oregon-Modelle) zeigten im selben Umfeld 9-10m Genauigkeit an.
 
Es passierte auch desöfteren, dass der Kompass des Gerätes beim Annavigieren eines neuen Wegpunktes zunächst um 180° in die falsche Richtung zeigte. Dieses Phänomen kenne ich noch aus der Zeit, als ich mit meinem Geko 201 unterwegs war. Das hatte keinen Magnetkompass eingebaut und man musste sich erstmal ein Stück bewegen, bevor das Gerät die richtige Richtung anzeigte.
Das Oregon hat aber einen integrierten 3-Achsen-Kompass und da erwarte ich einfach, dass ich von Anfang an die korrekte Richtung angezeigt bekomme!
 
An diverse Komplettabstürze habe ich mich inzwischen auch gewöhnt. Mal schaltet sich das Gerät bei der Auswahl eines Caches oder Wegpunktes zur Navigation einfach aus, mal lässt sich eine Menüansicht nicht verlassen und das Oregon kehrt immer wieder zur letzten Ansicht zurück. In diesen Fällen hilft dann nur Aus- und wieder Einschalten.
Einmal stürzte es sogar so ab, dass nur ein kompletter Stromentzug (also Akkus rausnehmen…) half.
 
So ärgerlich diese Abstürze auch sind, bei einer so komplexen Software kann so etwas passieren. Womit ich aber eher schlecht leben kann, ist die mangelnde Genauigkeit. Über 30m (Un-)Genauigkeit in lichtem Kiefernwald hatte ich schon vor 10 Jahren mit meinem Geko 201! Und das hatte keinen zusätzlichen Glonass-Empfang!
 
Bei der gestrigen Tour hatten wir mit dem iPhone 5 im Wald besseren Empfang als mit dem Oregon! Das iPhone zeigte den Cachestandort besser als zwei Oregon 600 an. Erst dachte ich ja, dass ich vielleicht ein “Montags-Gerät” erwischt haben könnte. Aber wenn zwei Geräte vom selben Typ die gleichen Macken zeigen, kommt man schon ins Grübeln…
 
Ich hoffe, dass ich demnächst mal einen direkten Vergleich zwischen einem Vista Hcx und dem Oregon machen kann. Da bin ich jetzt schon auf das Ergebnis gespannt.
 
Ihr habt andere Erfahrungen mit Eurem Oregon 600 gemacht? Bitte lasst es mich wissen!

2 Kommentare zu „Mehr vom neuen Oregon 600“

  • Ich kann alles bestätigen. Wir sind sehr unzufrieden. Die Genauigkeit lässt echt zu wünschen übrig. Bei einem Cache waren es 80 m und ich frag mich immer noch, wie Frank den finden konnte. Ansonsten waren es bei den anderen Cache 20 bis 25 m ohne Bäume über uns. Am Ende war das iPhone noch genauer. Abgestürzt ist es auch einmal und lies sich nur durch herausnehmen der Batterien wieder neu starten. Und dafür haben wir soviel Geld bezahlt. Wir werden wohl das Vorgängergerät wieder nehmen.

  • Bidone:

    Ich habe das Oregon 600 zusammen mit dem Portitzer gekauft und die Euphorie war groß.
    Mit der Zeit hat sie sich gelegt und ist einer großen Ernüchterung gewichen.
    Die größere Ungenauigkeit gegenüber meinem anderen GPS (60csx) ist mir ebenfalls aufgefallen. Mitunter liegt das Orgeon schon mal 50m neben den Koordinaten. Wenn ich das feststelle (Vergleich mit dem iPhone) schalte ich es aus und wieder ein, dann hat es wieder seine übliche Ungenauigkeit und man hat die Chance den Cache zu finden. Diese extreme Ungenauigkeit tritt bei freier Sicht zum Himmel aus und scheint ein Softwarefehler zu sein. Sie tritt sporadisch auf.
    Weiterer Fehler ist der Kompass, der nicht nur sehr träge ist sondern sehr häufig auch in eine völlig falsche Richtung weißt. 180° treten häufig auf. Bewegt man sich in die richtige Richtung zum Cache nimmt die angezeigte Entfernung ab, der Kompass zeigt trotzdem in die falsche Richtung.
    Die Abstürze beim aufrufen von Cachebeschreibungen treten sporadisch auf. Mitunter geht es auch bei der Navigation einfach aus.
    Ich finde es ehrlich gesagt ein starkes Stück so ein unausgereiftes Produkt auf den Markt zu sein, werde mir auf alle Fälle überlegen ob ich noch einmal zu Garmin greife. Wenn dann nur nach längerer Wartezeit und Erfahrungen anderer Besitzer. So eine Pleite möchte ich nicht nocheinmal erleben.