Das Wetter… wieder mal ;-)

Das Wetter ist ja derzeit in aller Munde. Beim derzeitigen Wetter ist das allerdings auch kein Wunder. Regen ohne Ende und Temperaturen, die tagsüber gerade mal an der 15°C-Marke kratzen. Und das Ende Mai.
Um mal auf den Punkt zu kommen: Ich wollte eigentlich schon immer genauer wissen, wieviel es geregnet hat, welcher Tag der wärmste und welcher der kälteste war. Und es hat mich schon immer fasziniert, wenn ich auf irgendwelchen Webseiten die aktuellen Wetterdaten in quasi Echtzeit sehen konnte. Da war immer ein Gedanke präsent: Auch haben will ;-).

Dank einer Spende meines Brötchengebers anläßlich eines kleinen Jubiläums, bin ich diesem Ziel jetzt einen großen Schritt näher gekommen. Seit heute steht eine Wetterstation im Garten und liefert die ersten Messwerte.
Es hat lange gedauert und ich habe eine kleine Ewigkeit recherchiert, bis ich mich für die WS300 aus dem Hause ELV entschieden habe. Ein Grund dafür war die Möglichkeit, die Sensordaten mit einem separaten Modul am PC abfragen zu können. Ansich ist das nichts besonderes, es gibt inzwischen ja dutzende Wetterstationen, deren Daten man per USB-Schnittstelle anzapfen kann. Das Problem dabei ist aber, dass bei den meisten (wenn nicht gar bei allen) Stationen nur Software für das Betriebssystem aus Redmond mitgeliefert wird. Aber wer will schon einen fetten PC mit entsprechendem Stromverbrauch rund um die Uhr laufen lassen?

Foto: WDE-1 von ELV

Wetterdatenempfänger, noch am PC angeschlossen (Ubuntu)

Mein Ziel ist es, die Daten nach Möglichkeit an meine schon vorhandene NSLU2 zu übergeben. Die läuft mit minimalem Stromverbrauch ohnehin rund um die Uhr. Aber eben mit Linux. Es gibt natürlich auch dafür Lösungen, zum Beispiel „Metohub“. Ein Wetter-Server direkt für die NSLU, allerdings kommerziell vertrieben. Nicht, dass ich kein Geld für gute Software bezahlen möchte, aber ich möchte den softwaremäßigen Eingriff in meine schon laufende NSLU einfach minimieren.

Die Abfrage der Daten ist mit dem USB-Wetterdatenempfänger von ELV kein großes Ding, die kommen per virtueller serieller Schnittstelle quasi von allein. Mit der Auswertung der Daten wirds dann minimal schwieriger ;-). Aber mit ein paar Zeilen Perl oder PHP sollte das problemlos zu machen sein.
Ein Datensatz, der gerade im Terminal per cat /dev/ttsUSB0 eingetrudelt ist, sieht momentan zum Beispiel so aus: $1;1;;23,2;;;;;;;;54;;;;;;;;13,8;74;0,0;13;0;0.
Im Klartext: Temperatur von Sensor 1 23,2°C bei 54% relativer Luftfeuchtigkeit. Der Außensensor meldet 13,8°C bei 74% Luftfeuchte, Wind gibts gerade nicht, Regnen tuts auch nicht und die Wippe vom Regensensor klapperte heute ganze dreizehn mal (aber nur, weil ich etwas nachgeholfen habe ;-)).
Es läuft also für den Anfang schon ganz gut. Dummerweise habe ich nur die nächsten Tage nicht soviel Zeit, wie ich gern hätte, um daran intensiv weiter zu arbeiten. Aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag gebaut ;-).

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