Artikel-Schlagworte: „Webcam“

Wohnungssuchende gesichtet…

Foto: Meise am Nistkasten
 
Beim Blick aus dem Fenster habe ich heute viele interessierte Piepmätze auf Wohnungsbesichtung gesehen. Der Makler hatte alle Hände voll zu tun, schließlich gibt es seit gestern zwei zusätzliche freie Wohnungen in 1a-Lage zu mieten ;-).

Wie schon im letzten Jahr gibt es für denjenigen, der den ersten Schnappschuß eines Vogels im von der Nestcam überwachten Kasten präsentiert, eine Flasche Sekt. Allerdings nur für Selbstabholer… ;-).

Der Nistkasten vom Bild dürfte dem einen oder anderen bekannt vorkommen. Ich habe ihn sozusagen recycled und nun dem ursprünglich vorgesehenen Verwendungszweck zugeführt.

Auch der Kasten mit der Nestcam hatte viele neugierige Besucher, einer hat sich sogar drinnen umgesehen. Es lohnt sich also immer mal wieder ein Blick auf das Video.

Das jede Minute aktualisierte Bild der Nestcam findet ihr hier.

Nochmal zur Nestcam

Da immer mal wieder Anfragen kommen, wie ich die Knipserei mit der Nestcam gelöst habe, hier nochmal ein paar Details.

Wie schon beschrieben läuft das ganze auf einem RaspberryPi Modell B. Dort habe ich an die GPIOs über Schalttransistoren vier Infrarot-LEDs angeschlossen.
Als Kamera kommt die orginale NOIR-Kamera für den Raspberry zum Einsatz. Die normale Kamera tuts im Dunklen nicht, weil die einen Infrarotfilter eingbaut hat, der, wie es der Name schon sagt, bei der NoIR-Kamera fehlt. Deshalb klappt die Beleuchtung per IR-LEDs da super.
Um die SD-Speicherkarte des Raspi zu schonen, habe ich eine Ramdisk mit 8MB Größe eingerichtet. Das reicht aus, um das aufgenommene Bild temporär zu speichern und zu bearbeiten.
Das Script nutzt Imagemagick, um eine Statuszeile in das fertige Bild zu schreiben, ggfs. müsst ihr das installieren, wenn ihr das Script 1:1 nutzen möchtet.
Zum Schluß wird das fertige Bild mittels curl auf den Webserver kopiert.

Ein Cronjob ruft jede Minute das Shellscript auf. Soll der Aufnahmeintervall kürzer werden, geht das per Cronjob nicht mehr, dann müsse man das Script in einer Zeitschleife laufen lassen.

Weil der Raspi für das Rendern des Zeitraffervideos aus den Einzelbildern etwas zu lahm ist, passiert das per Cronjob auf dem Webserver. Doch dazu später mehr. Jetzt bauche ich erstmal einen Kaffee… 😉

NestCam

Nistkasteninnenaufnahme mit IR-Kamera
Ein weiteres Projekt geht in die heiße Phase. Den Winter über habe ich an einem Nistkasten mit Webcam gebastelt.

So etwas hatte ich schon länger vor, doch dank RaspberryPi und Infrarot-Kamera ist es nun Wirklichkeit geworden.

Dazu habe ich mir einen Nistkasten mit drei Brutkammern besorgt. Eine Brutkammer beherbergt den RaspberryPi, die zweite eine IR-Kamera und vier schaltbare Infrarot-LEDs zur “Ausleuchtung” der Szene.

Die dritte Brutkammer ist dann noch frei für kamerascheue Piepmätze. Schließlich will ja nicht jeder in nen BigBrother-Container einziehen. 😉

Die Kamera schießt alle zwei Minuten ein Bild, welches der Raspi dann auf den Webserver hochlädt. Die IR-LEDs werden dazu nur während der Aufnahme des Bildes eingeschaltet und sind ansonsten zwecks Energieeinsparung abgeschaltet.

Ein simples Foto alle paar Minuten ist natürlich nicht

 

sooo der Brüller. Deshalb werde ich mal schauen, ob ich es hinbekomme, aus den einzelnen Bildern tageweise einen Zeitrafferfilm zu erstellen.

Technisch ist das kein Problem, da muss ich nur etwas Zeit und Hirnschmalz investieren. Wobei ersteres natürlich meistens das Problem ist… ;-).

Da der Raspi als Speicher üblicherweise nur eine SD-Karte benutzt und diese bei vielen Schreibzugriffen bekanntlich nur eine ziemlich kurze Lebensdauer besitzen, habe ich zum Speichern der Fotos eine RAM-Disk mit 8MB Größe angelegt.

Dazu habe ich als root das Verzeichnis /mnt/ram erstellt und danach  die Datei /etc/fstab um die folgende Zeile ergänzt:

Danach ein

und die RAM-Disk steht ab sofort zur Verfügung. Natürlich lassen sich dort auch andere temporär genutzte Dateien mit vielen Schreibzugriffen ablegen, ich denke da z.B. an diverse Logdateien u.ä..