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Schweden, Teil 8

Beim Frühstück im Hotel stalkende Möwe

Beim Frühstück im Hotel stalkende Möwe. Die hat jeden Bissen mitgezählt und hatte eine enorme Ausdauer. Irgendwann öffnete jemand das Fenster einen Spalt weit und spendierte ihr ein Stück Toastbrot…

In Uddevalla hatten wir nun den nördlichsten Teil unserer Schwedenrundfahrt erreicht und von nun an ging es Stück für Stück wieder etwas in Richtung Heimat.

Das nächste Etappenziel hieß Jönköping. Obwohl es von Uddevalla bis Jönköping ein Stück zu fahren ist, ließen wir uns vom Navi wieder bevorzugt über die gut ausgebauten Nebenstraßen lotsen.
Was sich am Vortag mit einigen Wolken ankündigte, kam heute stellenweise mit mächtigen Regengüssen hervor. Zum Glück waren wir in dieser Zeit mit dem Auto unterwegs…

Besonders auffällig war, dass uns auf der Fahrt sehr viele amerikanische Straßenkreuzer aus den 50er bis 70er Jahren des letzten Jahrhunderts 😉 entgegen kamen. Die scheinen in Schweden trotz ihres enormen Spritverbrauchs und der hohen Spritpreise recht beliebt zu sein…

Gegen Mittag kamen wir in Jönköping an. Da das Hotel ziemlich zentral gelegen war, sah es mit Parkplätzen in Hotelnähe erstmal etwas schlecht aus. So wartete ich auf einem 15-Minuten-Parkplatz in der Nähe, während die Mädels zum Hotel gingen und den Check-in klar machten. Zwischendurch kam immer mal wieder ein ordentlicher Regenguß runter, aber wie bestellt hörte es auf zu regnen, als der Check-in klar war und wir unsere Sachen aufs Zimmer brachten.

Danach ging es zunächst auf eine kleine Erkundungstour durch die Innenstadt von Jönköping, wo natürlich auch die Caches am Wegrand gesucht werden mußten ;-). Wie das bei Innenstadtcaches so üblich ist, war die Fundrate wegen den vielen Muggels nicht sooo hoch und ausgerechnet der Cache, der quasi direkt vor der Hoteltür lag, versteckte sich hartnäckig ;-).

Unser Hotel in Jönköping

Unser Hotel in Jönköping

Altstadt in Jönköping

Altstadt in Jönköping

Vom vielen Laufen wird man irgendwann hungrig und wir fanden gleich in der Nähe des Hotels ein Restaurant, wo wir uns stärken konnten. Danach ging es erfrischt nochmal mit dem Cachemobil auf Tour. Während der Fährüberfahrt hatten wir uns mit einem jungen Mann unterhalten, der als Deutscher seit einigen Jahren in Schweden lebt. Er hatte uns empfohlen, mal ein paar Kilometer am östlichen Ufer des großen Sees in Richtung Norden zu fahren, weil das landschaftlich sehr schön sei.

Das mussten wir natürlich unbedingt selbst sehen und wir wurden nicht enttäuscht. Es ging ungefähr 30km entlang des Sees, bis wir eine Ausfahrt nahmen und dort mal schauten, was es für Caches in der Gegend gibt. Dabei machten wir wieder einen richtigen Glücksgriff, denn wir wurden an ein sehr idyllisches Fleckchen geführt, wo sich ein Wasserfall mit viel Getöse über die Felsen in Richtung See herabstürzt.
Da vergibt man gern einen Favoritenpunkt, obwohl wir wieder heftig Blut spenden mussten ;-).

Wasserfall

Wasserfall

Typisches schwedisches Häuschen

Typisches schwedisches Häuschen

Zurück ging es dann wieder ganz gemütlich über die Nebenstraßen, wo wir wieder den einen oder anderen Cache “am Straßenrand” einsammelten und Besuchsziele für den zweiten Tag in Jönköping ausmachten.

Abends merkten wir dann, dass “Seeblick” vom Hotel aus nicht immer unbedingt von Vorteil sein muß. Die Aussicht war zwar toll, aber Hauptstraße und Bahnlinie vorm Fenster, sowie Disco an der “Seebrücke” bis in den frühen Morgen zerrten etwas an den Nerven. Naja, was solls, wer rechtschaffen müde ist, schläft auch irgendwann ;-).

Schweden, Teil 7

Strandpromenade in Uddevalla

Strandpromenade in Uddevalla


In den vergangenen Tagen wurden wir immer von strahlendem Sonnenschein geweckt. Nur heute verdeckten zunächst einige Wolken den Himmel.

Nach einem reichlichen Frühstück im Hotel besichtigten wir zunächst den vielleicht schönsten Abschnitt der neun Kilometer langen Uddevallaer Strandpromenade. Den konnten wir in nur wenigen Minuten direkt vom Hotel aus zu Fuß erreichen und es war der Punkt, den wir am Vortag schon für einen Besuch vorgemerkt hatten.
Die Strandpromenade ist in diesem Bereich direkt an den Felsen “geklebt” und man kann von da aus verschiedene Arten von Meerestieren, unter anderem Seesterne, sehen.

Unterwegs gab es natürlich auch wieder den einen oder anderen Cache zu finden, wobei die schwedischen Cacher auch durchaus sehr kreative Verstecke für Filmdosen haben. Da fällt es nicht schwer, auch mal einen Favoritenpunkt für einen Filmdosencache zu vergeben.

Nach dem Spaziergang ging es wieder zurück zum Hotel, um das Cachemobil zu holen. Der Plan sah nämlich vor, zum nächsten Einkaufszentrum zu fahren. Dort wollten wir schauen, ob wir für die daheim gebliebenen das eine oder andere Mitbringsel finden und sehen, ob es eine Gelegenheit für ein günstiges Mittagessen gibt.

Außerdem suchten wir noch immer nach einem kleinen Bild für unsere “Urlaubsbilder-Galerie”. Leider wurden wir hier, wie auch schon zuvor und danach nicht fündig :-(. Während die Mädels also die Geschäfte besichtigten, machte ich mich auf, die beiden Caches in der Nähe zu suchen. Schon beim ersten Cache gab es wieder ein kleines Muggelproblem. Unmittelbar zwischen Parkplatz und benachbarter Schnellstraße hatte sich eine Schwedin zum Sonnenbad auf einer Decke niedergelassen… Angesichts der Örtlichkeit kommt man da schon etwas ins Grübeln ;-). Die Schweden nutzen wohl jeden möglichen Platz zum Chillen.
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Schweden, Teil 6

Unterwegs auf dem Weg zu einem Cache...

Unterwegs auf dem Weg zu einem Cache…


Heute ging es am Frühstücksbuffet deutlich entspannter zu 😉 und nach einem gemütlichen Frühstück ging es weiter zu unserem nächsten Ziel: Uddevalla. Da wir reichlich Zeit für die nicht sehr große Entfernung hatten, wurde im Navi erstmal ein kleiner Punkt im Menü geändert und die Autobahnen aus der Navigation ausgeschlossen. So ging es gemütlich meistens mit Tempo 70 über die Nebenstraßen voran. Ab und an machte es “Kling” und das Navi meldete einen Cache “am Straßenrand”. Dann machten wir eine kurze Pause, vertraten uns die Beine, naschten Heidelbeeren, die es dort in Massen gab und suchten natürlich auch nach dem Cache.

Dabei war auch wieder ein Cache dabei, der uns zu einem sehr sehenswerten Ort führte, den wir sonst nie besucht hätten. Die Dose befand sich in der Nähe einer uralten Begräbnisstätte. Obwohl sich dort sogar einige Hinweisschilder befanden, scheint außer ab und an einem Cacher kein Mensch dort vorbei zu kommen. Die Wege waren kaum noch zu erkennen und es gab Heidelbeeren in rauhen Mengen.

Für den Cache musste ich mich dann noch richtig anstrengen. Der hing nämlich ziemlich weit oben in einer Eiche – obwohl unten massig Platz gewesen wäre. Aber vermutlich hatte der Owner Angst, dass irgendwelche Beerensammler die Dose muggeln könnten ;).

Uraltes Grabmal

Uraltes Grabmal

Nach dieser kurzen Cacheeinlage ging es weiter in Richtung Uddevalla, wo wir nach ein paar Kilometern gemütlicher Fahrt wenig später ankamen. Für den Check-in ins Hotel natürlich noch viel zu zeitig. Da passte es gut, dass wir gleich am Ortseingang ein sehr schönes Fleckchen mit Parkplatz fanden, wo wir unbedingt eine Pause machen mussten. Die Landschaft dort erinnerte uns wieder einmal eher an mediterrane Gefilde, als an Schweden ;-).

Während es die beiden Mädels eher ans Wasser zog, zerrte an mir in weniger als 80m der “Cachemagnet” der nächsten Dose. Nur waren scheinbar wieder mal fast genau so viele Höhenmeter zu überwinden… Oben angekommen saß natürlich auch gleich wieder der Muggel vom Dienst nur wenige Meter neben der Dose. Also erstmal wieder den Fotografen geben, die Aussicht genießen und unauffällig nach der Dose gucken. Leider war so kein rankommen an die Dose. Also Abbruch der Aktion und zurück zum Auto.

Wenig später kamen auch die beiden Damen völlig begeistert von ihrem kleinen Ausflug zurück und berichteten, dass es da im Wasser Seesterne und anderes Getier in Massen zu beobachten gibt. Also markierten wir die Stelle im Geist für einen zweiten Besuch vor. Zunächst ging es dann doch zum Hotel. Erstaunt stellte ich fest, dass das Hotel direkt an dem Cache lag, den ich kurz zuvor erfolglos gesucht hatte… Da war also noch ein zweiter Versuch drin :-).

Nach dem Check-in wollten wir uns gleich die geologische Sensation in Uddevalla, die berühmten Muschelbänke, anschauen. Da wir keinen Plan hatten, wo sich diese Muschelbänke befinden, fragten wir an der Hotelrezeption danach. Die Damen dort waren zwar sehr bemüht, zeigten uns auf der Karte aber die falsche Stelle… So fuhren wir am angeblichen Ziel etwas planlos durch die Gegend, konnten aber nichts entdecken. Ein kurzer Blick aufs iPhone (iGeoKnife) zeigte, warum auch immer, auch keine (Earth-)Cache passenden Namens an.

Marktplatz in Uddevalla

Marktplatz in Uddevalla

Muschelbänke Uddevalla. Links zu sehen: Das kleine Museum

Muschelbänke Uddevalla. Links zu sehen: Das kleine Museum

Etwas enttäuscht fuhren wir ins Zentrum Uddevallas, wo wir uns im Bohuslän-Museum erneut nach den Muschelbänken erkundigten. Diesmal bekamen wir die richtige Auskunft und erhielten sogar eine Adresse für’s Navi.

Da die Parkuhr noch reichlich verfügbare Zeit anzeigte, ging es zunächst noch ins Getümmel rund um die Einkaufsmeile Uddevallas, wo gerade irgend ein Fest gefeiert wurde. Wir mischten uns ins Gedränge und spazierten zum Marktplatz, wo in einem kleinen Cafe ein leckeres Eis auf uns wartete und auf einer nahegelegenen Bühne eine Mädchenband ordentlichen Hardrock ablieferte :).

Danach liefen wir zurück zum Auto und frischten in einem naheliegenden Supermarkt unsere Vorräte etwas auf.
Anschließend gab ich die im Museum erhaltene Adresse ins Navi ein und wir machten uns auf den Weg zu den Muschelbänken. Die Gegend, durch die wir fuhren, kam uns ziemlich bekannt vor. Nur einmal rechts statt links abgebogen und wir standen am Ziel. Inwischen war es schon später Nachmittag und der Mitarbeiter des Museums vor Ort schloss gerade sein kleines Museum ab. Er bot uns zwar an, die Tür extra für uns nochmal zu öffnen, wir lehnten aber dankend ab. Schließlich wollten wir ihm seinen verdienten Feierabend nicht verzögern ;-).
Die Logbedingungen für den Cache waren rasch erfüllt und so beschlossen wir, uns die nähere Umgebung der Muschelbänke noch etwas anzuschauen. Dabei gab es nur mehrere vierbeinige Probleme, von denen einige durchaus gefährlich aussahen…

Kühe im Naturschutzgebiet

Friedlich oder nicht friedlich – das ist hier die Frage…

Kälbchen

Besser Vorsicht, wenn Kälber mit auf der Weide sind…

Hinter einem Gatter mit Tür stand nämlich eine Herde zur Landschaftspflege eingesetzter Kühe. Und die guckten uns ziemlich komisch an, als wir das Türchen öffneten, um dem Wanderweg zu folgen. Nur die Kühe allein wären sicher nicht problematisch gewesen, da aber auch viele Kälber dazwischen waren, waren wir uns nicht so sicher, was ihre Mütter von unserem Besuch halten würden. Zum Glück blieben aber alle friedlich… 🙂

Nach diesem Abenteuer ging es zufrieden und kaputt vom vielen Laufen zurück zum Hotel. Dort musste natürlich noch der am Mittag vergeblich gesuchte Cache gesucht werden, denn wer lässt schon gern “einen Sack hängen”…
Wegen der schon vorgerückten Stunde gab es zum Glück keine muggligen Sonnenanbeter in der Nähe und das Döschen war nach einer kleinen Kletterei schnell gefunden :).

Schweden, Teil 5

Hafen Göteborg

Im Göteborger Hafen

Der zweite Tag in Göteborg begann mit einem kleinen Schock ;-). Im Frühstücksraum des Hotels ging es zu, wie zu DDR-Zeiten im FDGB-Erholungsheim ;-). Eine große Schlange am Frühstücksbuffet, kaum freie Plätze und das, obwohl wir relativ zeitig auf den Beinen waren. Aber es half nichts, da muss man eben durch und irgendwann kamen auch wir zu unseren Brötchen ;-).

Nach dem Frühstück liehen wir uns im Hotel Fahrräder aus, um Göteborg weiter zu erkunden. Gratis dazu gab es einen kleinen Stadtplan mit diversen eingezeichneten Radtouren. Wir packten die Picknickausrüstung und ordentlich Verpflegung und machten uns auf den Weg. Mit dem Rad kommt man in Göteborg gut voran, es gibt viele Radwege und, generell in Schweden, fast an jeder Straßenkreuzung einen Fußgängerschutzweg. Im Gegensatz zu deutschen Straßenverhältnissen halten die Schweden aber tatsächlich vor dem Schutzweg an, um die Fußgänger die Straße passieren zu lassen…

Einen gravierenden Nachteil hatte der Stadtplan allerdings. Es fehlten die Höhenlinien ;-). Als eingefleischter Sachse verbindet man hierzulande Küste und Hafen ja generell mit Flachland. In Göteborg wird man da als Radfahrer eines besseren belehrt. Gerade ging es noch gemütlich voran und um die nächste Ecke steht man vor einem steilen Anstieg… Auf dem Stadtplan sah dies nach der einfachsten und kürzesten Verbindung aus. In der Realität waren viel zu viele Höhenmeter dazwischen!
Zuerst ging es wieder in Richtung Hafen, dort gab es einige Caches und wir wollten auch mal einen Abstecher in die Nebenstraßen machen, um das alte Göteborg zu sehen. Wir kamen an vielen sehenswerten Stellen vorbei und machten in einem alten Innenhof Station bei einer Schokoladenmanufaktur. Leider mussten wir etwas warten, weil die Inhaberin wohl Spätaufsteherin ist und das Geschäft noch geschlossen war ;-).

Altes Gebäude in Göteborg

Altes Gebäude in Göteborg (iPhone-Panoramaaufnahme)

Von dort aus fuhren wir quer durch die City bergauf in Richtung Danska Vägen. Nach einer Internetrecherche sollte sich dort Göteborgs ultimatives Eiscafe befinden und unser kleines Leckermäulchen bestand auf einem Besuch desselben. Unterwegs wurden natürlich die am Wegrand “liegenden” Dosen besucht und geloggt. Nach einer anstregenden Fahrt bergauf ging uns nun aber langsam die Puste aus.
Da kam die Stärkung bei Lejonet und Björnen gerade recht. Das Eiscafe ist so beliebt, dass man Wartenummern ziehen muß und aufgerufen wird, wenn man an der Reihe ist. Aus Deutschland kennt man das ja eher von Ämtern und Behörden… Wir hatten jedenfalls Glück, am zeitigen Nachmittag war noch nicht viel los und wir kamen schnell zu unserem leckeren, aber schwer verdienten Eis ;-). Sogar einen Cache gab es dort. Allerdings wurden wir nicht fündig. Das lag in der Hauptsache aber an den vielen Cafebesuchern. Da hat man doch Hemmungen richtig zu suchen und am Ende vielleicht das Versteck zu verbrennen…

Picknick im Park (iPhone-HDR-Aufnahme)

Picknick im Park (iPhone-HDR-Aufnahme)

Hier lieber nicht setzen...

Hier lieber nicht setzen…

Anschließend wollten wir Göteborgs botanischem Garten einen Besuch abstatten. Aber das ständige rauf und runter zehrte irgendwann an den Kräften und wir fuhren stattdessen zurück in Richtung City. Wir parkten unsere Räder und besuchten lieber Göteborgs überdachte Einkaufsmeile. Nach einer leckeren Pizza ging es uns allen wieder besser 😉 und wir beschlossen, den Rest des Nachmittags im Trädgårdsföreningen in der Sonne zu verbringen. Auch dort war auffällig, dass es in Schweden wohl mehr vernünftige Menschen als in Deutschland gibt. Im ganzen Park galt nämlich ein Radfahrverbot und wir haben in den Stunden, die wir dort verbrachten, niemanden gesehen, der dieses Verbot missachtet hätte. Zum Vergleich braucht man sich nur mal die Fußgängerzone in der Leipziger Innenstadt anzuschauen. Da wird trotz Verbot selbst im dichtesten Fußgängergedränge ohne Rücksicht auf Verluste munter drauflos geradelt :(…

Nachdem der gewünschte Bräunungsgrad erreicht war, ging es noch einige Dosen in der Umgebung einsammeln, bevor wir gegen 21Uhr unsere Räder wieder im Hotel zurückgaben und nicht viel später völlig kaputt in die Betten fielen ;-).

Schweden, Teil 4

In Göteborg

In Göteborg

Am nächsten Morgen ging es nach einem leckeren Frühstück von Ängelholm nach Göteborg, wo wir diesmal ohne Zwischenstopp gegen Mittag eintrafen.
Mit dem Hotel in Göteborg war das so eine Sache. Das Angebot an relativ preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten war wegen eines Bruce Springsteen Konzertes einige Tage nach unserem Reisetermin sehr überschaubar. Unser Hotel lag relativ nah am Stadtzentrum, aber dafür direkt an der Autobahn. Zum Glück bekamen wir ein Zimmer “nach hinten”, was aber auch nicht sehr viel besser war, als zur Straßenseite. Es war sehr warm, die Zimmer ohne Klimaanlage, also blieb einem nichts anderes übrig, als das Fenster zu öffnen, wenn man nicht ersticken wollte ;-).
Dummerweise befand sich eine Etage tiefer auf dem angrenzenden Flachdach ein Freisitz des Hotels, der bis spät in die Nacht von rauchenden Gästen gut besucht wurde. Und dreimal dürft ihr raten, in welche Richtung der ganze Qualm zog… Das aber nur mal so nebenbei. Ansonsten war das Personal sehr nett und freundlich und wir durften unser Auto auch schon in die hoteleigene Tiefgarage fahren, obwohl unser Zimmer noch nicht fertig war.

Von unserem Hotel waren es etwa 1,5km zu Fuß bis in die Göteborger City. Da wir noch nicht auf unser Zimmer konnten, spazierten wir also erstmal los in Richtung Innenstadt. Vom dort herrschenden Gedränge waren wir nach den vorangegangenen ruhigen Tagen fast schon etwas erschlagen…
Im Hotel hatten wir einen Flyer mit Angeboten für eine Bootstour durch die Göteborger Kanäle und den Hafen bekommen und liefen zuerst zur Abfahrtsstelle der Boote. Dort angekommen sahen wir eine etwa 50m lange Schlange am Kassenhäusen und verzichteten dann lieber doch auf die Tour…
Stattdessen gingen wir in Richtung Hafen, schauten uns das Opernhaus an, besuchten den Earthcache um die Ecke und besorgten beim Starbucks am Bahnhof die obligatorische Städtetasse als Mitbringsel für den daheimgebliebenen.
Nachdem wir uns mit dem obligatorischen Frappuccino gestärkt hatten, musste natürlich auch die in nur 30m Entfernung liegende Dose gesucht werden. Dabei hatten wir noch eine nette Begegnung mit einem schwedischen Cacher. Der suchte ca. 20m von meinem Nullpunkt entfernt und so ging ich erstmal in seine Richtung und begrüßte ihn mit dem GPS in der Hand ;-). Wir kamen ins Gespräch und er erklärte uns, dass er aus der Göteborger Umgebung komme, ein GC-Neuling ist und noch nicht sehr viele Caches gefunden hat. Er staunte nicht schlecht, als wir ihm auf seine Frage, wielange wir schon “im Geschäft” seien, antworteten, dass wir bald zehn Jahre dabei sind.
Nach einer kurzen, gemeinsamen Suche hatten wir das Döschen gefunden, loggten und dann ging es nach einer herzlichen Verabschiedung weiter.

Im Göteborger Hafen

Im Göteborger Hafen

Göteborger Opernhaus

Göteborger Opernhaus

Als uns die Füße vom vielen laufen schmerzten, machten wir es wie viele Göteborger und “chillten” unterwegs im botanischen Garten. Es war sehr interessant zu sehen, dass die Schweden gar keine Probleme damit haben, sich dort mit Kind, Kegel und Picknickdecke auf den gepflegten Rasen zu legen. Allerdings sah man, wohin man auch schaute, nicht das kleinste Schnipselchen Müll. Wenn man das mit den Zuständen nach manchem Wochenende mit schönem Wetter in den hiesigen Parks vergleicht, fehlen einem da glatt die Worte…
Überhaupt war es, selbst in der Großstadt, generell viel sauberer, als man das hier gewohnt ist. Auch die hier überall zu sehenden Schmierereien waren dort nur sehr selten zu sehen. Schwedische Jugendliche scheinen da in ihrer Freizeit besseres zu zu tun zu haben :).

Botanischer Garten

Botanischer Garten

Botanischer Garten

Botanischer Garten

Nach der ausgiebigen Chillpause im Park ging es zurück zum Hotel, wo wir uns stärkten und anschließend noch eine kleine Cacherunde in der näheren Umgebung drehten.

Fortsetzung folgt

Schweden, Teil 3

Idylle in Ängelholm

Idylle in Ängelholm

Am dritten Tag unserer Reise durch Schweden wollten die Frauen Ängelholms Geschäfte besuchen. Da das nicht so mein Ding ist, widmete ich mich in dieser Zeit ein paar Dosen in der Umgebung :D. Weil Ängelholms “City” nun nicht sehr groß ist, trafen wir uns eine Stunde später wieder auf dem Marktplatz.

Danach gings zum Auto, um ins etwa 20km entfernte Höganäs zu fahren. Von einem Bekannten hatten wir den Tipp bekommen, dass es dort ein großes Keramik-Outlet-Center gibt. Das mussten die Damen natürlich unbedingt sehen. Ich hatte wenigstens das Glück, wieder mal eine Dose nur wenige Meter neben dem Parkplatz loggen zu dürfen. Und während sich die Frauen die Geschäfte ansahen, machte es sich bezahlt, viele ungehörte Podcastfolgen auf dem Handy zu haben :D…

Eine reichliche Stunde später ging es dann (ohne Einkäufe!) an den Strand in Höganäs zum “Chillen”. Es war sehr hübsch und ruhig dort, aber irgendwann ist man einfach “gar” und muß aus der Sonne.

Blieb nur noch die Frage zu klären, wohin es nun gehen sollte. Um nach Ängelholm zurück zu fahren, war es einfach noch viel zu zeitig und zum Glück fiel mir ein, dass da auf dem Weg nach Höganäs ein Wegweiser zum “Kullaberg” zu sehen war. Kurz entschlossen gab ich dann ins Navi einfach mal “Kullaberg” ein und fand dazu sogar ein paar Wegpunkte.

Dorthin zu fahren stellte sich dann als die beste Idee des Tages heraus. Was für eine Landschaft! Sogar unser Kind bemerkte, dass es solche Landschaften wohl nur auf Kalenderblättern und nicht in der Realität geben könnte ;-).
Und das es an so einem Ort auch mindestens einen Cache geben muß, ist ja wohl klar :D.

Aussicht vom Kullaberg

Aussicht vom Kullaberg

Kullaberg-Panorama

Kullaberg-Panorama

Schon auf der Fahrt zum Kullaberg boten sich phantastische Ausblicke und wir fühlten uns eher wie am Mittelmeer, was darauf hindeutet, dass Straßen wie der “Italienska vägen” ihren Namen nicht zu Unrecht tragen ;-).

Leuchtturm auf dem Kullaberg

Leuchtturm auf dem Kullaberg

Blick auf den Hafen von Mölle

Blick auf den Hafen von Mölle

Von da oben aus hätten wir gern den Sonnenuntergang gesehen. Nur leider war es dazu viel zu zeitig und Hunger und Durst trieben uns zurück in Richtung Ängelholm, wo wir am Abend richtig international gespeist haben: als Deutsche in Schweden in einer Pizzeria, die von Türken betrieben wurde, mit Pizza Haweii auf dem Teller ;-).
Wie üblich gab es dann im Anschluß noch eine kleine Cacherunde vor dem Gang ins Bettchen…

Fortsetzung folgt…

Schweden, Teil 2

Denkmal in Malmö

Denkmal in Malmö

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück auf Tour in Richtung unseres nächsten Reiseziels: Ängelholm. Auf dem Weg dorthin machten wir aber erstmal eine Pause in Malmö.

Da wir keinen speziellen “Anlaufpunkt” in Malmö hatten, suchte ich im Navi einfach das nächstbeste Museum aus und wir ließen uns dorthin führen. Auf dem Weg dorthin fiel mir schon auf, dass es kaum gebührenfreie Parkplätze gab. Selbst am Stadtrand und in den Nebenstraßen standen Parkautomaten und überall wurde (mindestens) zwischen 9 und 18 Uhr abkassiert. Andererseits scheint es so, dass in den schwedischen Kommunen die damit eingenommenen Gelder auch zweckdienlich für die Instandhaltung der Straßen genutzt werden. Während unserer Tour durch Schweden haben wir bei etwa 1500 gefahrenen Kilometern (zum größten Teil auch auf Nebenstraßen!) nur ein einziges (!!!) Schlagloch gefunden. Die Straßen waren ausnahmslos glatt, im Gegensatz zu deutschen Straßen fährt man nie über Buckelpisten. Bei uns ist man das ja gewöhnt, dass da, wo vorher ein Schlagloch war, nach der “Reparatur” ein Buckel auf der Piste ist. In Schweden scheint es gar kein Wort für “Schlagloch” zu geben…

Auch waren in allen schwedischen Gemeinden, die wir besucht haben, die Grünanlagen in den Städten viel zahlreicher und gepflegter, als bei uns. Während es hierzulande nicht mal dazu reicht, einen defekten Springbrunnen auf dem Augustusplatz zu reparieren, stehen in schwedischen Innenstädten schön bepflanzte und gepflegte Blumenkübel an allen Ecken. Irgendwas läuft bei uns hier gründlich schief.

Jedenfalls parkten wir unser Cachemobil etwa 1,5km außerhalb des Zentrums und liefen dann gemütlich zu Fuß durch die Malmöer Straßen in Richtung Innenstadt. Dort trennten sich für eine Stunde unsere Wege. Während die Frauen die Geschäfte inspizierten, schaute ich mir die Caches in der Gegend an. Wieder einmal zeigte sich, dass das nicht die schlechteste Idee ist. Ein Multicache zeigte mir einige sehenswerte Orte und das Final führte uns zu einem schönen Platz etwas außerhalb des Zentrums. Nachdem wir die Finaldose mit vereinten Kräften fanden, gab es in einem Cafe in unmittelbarer Nähe lecker Essen.

Mittagspause in Malmö

Mittagspause in Malmö


Hier war es sehr gemütlich, auch hier ringsum gepflegtes Grün. Nachdem wir uns ausreichend gestärkt und erholt hatten, ging es wieder zurück zum Auto und dann direkt nach Ängelholm.
Unterwegs bemerkten wir dann, wie angenehm es sich fährt, wenn auf der Autobahn keiner rast und sich (fast) alle an das vorgeschriebene Tempolimit halten. Gemütlich ging es mit Tempo 110 oder gelegentlich auch mal 120 voran. Ohne Drängler oder Raser. In den Städten fahren die Schweden bei erlaubtem Tempo 50km/h eher 40 und niemanden stört es.
So eine Gelassenheit auf der Straße täte unserem Verkehr auch ganz gut!

In Ängelholm angekommen ging es direkt zum Hotel. Etwas überrascht waren wir, als wir erfuhren, dass sich unser Zimmer nicht im Haupthaus, sondern etwas entfernt “um die Ecke” lag. Das war aber kein Problem, das Zimmer war Top, die Lage ruhig, nur zum Parkplatz (auch hier wieder nur gebührenpflichtige Plätze ringsum) mussten wir etwas laufen. Nachdem alle Sachen ausgepackt waren, ging es zunächst an den Strand zum “Chillen”. Auch hier war die Cachedichte wieder angenehm hoch ;-). Auto geparkt und nur 20m bis zur nächsten Dose :-).
Nachdem wir genug in der Sonne ‘gebraten’ hatten, ging es zum Eisenbahnmuseum in Ängelholm. Leider hatten wir Pech und es war schon geschlossen. Naja, zur Entschädigung gab es noch ein paar Caches in der Nähe. Dabei gab es nur ein Problem: Mücken ohne Ende! Sobald man die Dose gefunden und sich zum Loggen niedergelassen hatte, wurde man zum Blutspender ersten Grades… :(. Dann doch lieber noch ein paar Dosen in der Stadt suchen! 😉

Sandstrand in Ängelholm

Sandstrand in Ängelholm


Ängelholm ist ein kleines beschauliches Städtchen, wo man in einer Stunde Fußmarsch fast die ganze Stadt gesehen hat. Gepflegte Grünanlagen und Parks laden zum abendlichen Spaziergang mit Cachesuche regelrecht ein ;-). Hier gab es wieder reichlich Punkte für die Statistik zu sammeln. Nach der kleinen Runde ging es wieder zurück zum Hotel, es wurden die Pläne für den nächsten Tag geschmiedet und anschließend ging es in die “Koje”…

Fortsetzung folgt.

Länder einfärben: Schweden

Foto: Einschiffen in Rostock

Einschiffen in Rostock

Für alle, die mit der Überschrift nichts anfangen können: Das bezieht sich auf die Weltkarte in der Geocaching-Statistik. Jedes Land, in dem man einen Cache gefunden hat, wird dort eingefärbt. Nach Norwegen im April war jetzt Schweden dran.
Dank guter Vorbereitung mit GSAK hatte ich fast alle für mich interessanten Caches in Südschweden auf Navi, iPhone und Vista HCx. Insgesamt waren das über 15000 Caches. Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass es sich dabei nur um Tradis, Earthcaches, Virtual- und Webcamcaches handelt. Gerade von letzteren gibt es ja nicht (mehr) sehr viele.

Die Planungen für die Urlaubstour durch Schweden begannen schon im zeitigen Frühjahr und bald stand auch die Route fest. Klar war, dass die Fahrt mit dem eigenen Auto stattfinden sollte. Zuerst musste also der Anreiseweg nach Schweden geklärt werden. Per Fähre über die Ostsee ab Rostock, bzw. Sassnitz oder über Dänemark und die Öresundbrücke?
Aus Gründen der Bequemlichkeit entschieden wir uns für die Route über Rostock nach Trelleborg. Abfahrt der Fähre war Sonnabend, 8:00Uhr. Da das Einchecken spätestens eine Stunde vor der Abfahrt passieren sollte, hieß das, wir müssen spätestens um 7:00Uhr in Rostock sein. Sicherheitshalber starteten wir mit zwei Stunden Zeitreserve um 2:00Uhr nachts. Man weiß ja nie, was zu Ferienbeginn auf den Autobahnen los ist. Ein Unfall oder ein nicht zu überholender Schwertransport auf der Piste können reichen und man sieht die Fähre nur noch von hinten… Deshalb: Sicher ist sicher ;-).
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Urlaubsnachlese

Space Walk of Honor im Kennedy Space Center

Schon vor unserem Florida-Urlaub im Oktober hatten wir einen Besuch des Kennedy-Space-Centers geplant und auch einen bescheidenen Beitrag zur Unterstützung der amerikanischen Raumfahrt geleistet ;-).

Für umgerechnet etwas mehr als 55 Euro kann man sich dort nämlich einen “Baustein” auf dem SPACE WALK OF HONOR kaufen. Dies geht mit einer Kreditkarte und dem dafür vorgesehenen Formular recht einfach.

Allerdings, was ja auch logisch ist, wird dort nicht jeder Stein einzeln gesetzt und so konnten wir “unseren” Stein bei unserem Besuch nicht besichtigen.

Schon vor unserer Reise erfuhren wir aber, dass unser Stein voraussichtlich Anfang Dezember “verbaut” wird. Seit unserem Besuch dort ist ja nun schon einige Zeit vergangen und ich war sehr überrascht, als heute eine Mail aus Amerika mit einem Bild unseres “Bausteins” im Anhang bei mir eintraf.

Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut, ist es doch eine schöne Erinnerung an unseren Aufenthalt in Florida. Eigentlich schade, dass es keine Virtuellen Caches mehr gibt. Da hätte man glatt was draus machen können ;-). Allerdings spricht ja nichts dagegen, trotzdem ein Foto zu schießen, wenn ihr schon mal dort seid …

Ein spezieller Dank geht an dieser Stelle an Cathie Gray von der Astronauts Memorial Foundation für das Foto und die private Führung durch das Kennedy Space Center!

Unser Stein in Florida


Übergabe eines kleinen Geschenks des Leipziger Spaceeducation Instituts im Center for Space Education

Übergabe eines kleinen Geschenks des Leipziger Spaceeducation Instituts im Center for Space Education

Discover Florida -7-

Die Tage vergingen wie im Flug und das Ende unseres Urlaubs näherte sich leider mit großen Schritten.
Doch zunächst ging es erstmal von Kissimmee zurück nach Miami Beach.
Besonders beeindruckend war dabei die Fahrt auf einem 12-spurigen Highway. Sechs Fahrspuren in jede Richtung sind schon ne ganze Menge… Dabei fielen mir über der Spur ganz links Schilder auf, die in regelmäßigen Abständen angebracht waren und die Spur in den Hauptverkehrszeiten für Fahrzeuge mit zwei oder mehr Insassen reservierten.
Interessant ist auch, wenn man dem Wikipedia-Eintrag glauben darf, daß Miami weniger Einwohner als Leipzig hat. Da fragt man sich, wie wir hier ohne solche Highways auskommen… 😉
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