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Ab in die Wüste…

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Am Dienstag mußten wir relativ zeitig raus. Unser schon zu Hause gebuchter Ausflug nach Masada und ans Tote Meer stand an. Mit einem kleinen Shuttlebus wurden wir zum zentralen Busbahnhof gebracht, wo wir nach kurzer Wartezeit in einen modernen Reisebus umstiegen.

Dann ging es erstmal nach Jerusalem. Auf der Fahrt erklärte uns der Reiseleiter verschiedene Dinge und wies uns auf Besonderheiten hin. Jerusalem liegt in einer Höhe von etwa 700-800 Metern. Kommt man von Tel Aviv sieht man, dass die Berge relativ dicht bewaldet sind. Fährt man auf der anderen Seite der Stadt in Richtung Totes Meer, sieht man nur kahle Berge. Der wenige Niederschlag regnet sich nur auf der Meerseite ab und auf der Rest bleibt trocken.

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In Jerusalem gab es dann eine längere Pause, weil noch einige Reisende zugestiegen sind, einige davon hatten wohl verschlafen… Als endlich alle da waren, ging es in Richtung Totes Meer.

Kurz nach dem Jerusalemer Ortsausgang kann man rechts und links der Straße Beduinenbehausungen sehen. Ärmliche Wellblechhütten, bei denen man nicht vermuten würde, dass sie bewohnbar sind… Vereinzelt stehen ein abgemagerter Esel oder ein paar Schafe oder Ziegen davor.

Von nun an geht es steil bergab. Am Straßenrand sind an einigen Punkten Markierungen angebracht: Bei Meereshöhe und dann bei -100, -200 und -300 Metern. Momentan liegt der Wasserspiegel des Toten Meeres bei etwa -420Metern. Tendenz stark fallend. Der Jordan ist der einzige größere Wasserlieferant des Toten Meeres. Dem wird wegen vieler Bewässerungsanlagen aber soviel Wasser entnommen, dass der Wasserstand im Toten Meer in jedem Jahr um über einen Meter sinkt.

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Unsere Tour führte uns nun bis nach Masada immer am Ufer des Toten Meeres entlang. Dabei konnten wir viele Dattelpalmen-Plantagen und auch Gewächshäuser sehen. Ohne künstliche Bewässerung wäre das nicht möglich.

Schließlich kamen wir in Masada an. Nach einer kurzen Pause sahen wir einen kurzen Film über die Geschichte von Masada und dann ging es mit der Seilbahn nach oben. Die Bergstation der Seilbahn liegt 33m über Meereshöhe(!), der Gipfel des Masadaplateaus aber 450m über dem Toten Meer…

Leider hatten wir viel zu wenig Zeit, um uns Masada ausführlich anzusehen und unser Guide schleppte uns im Eiltempo über die Anlage. Da werden wir wohl nochmal kommen müssen…

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Danach fuhren wieder wieder ein Stück in Richtung Jerusalem nach En Gedi. Dort wurde in den achtziger Jahren ein Bad direkt am Toten Meer gebaut. Inzwischen ist aber soviel Wasser verdunstet, dass man mit einer kleinen Bahn bis zum Wasser gefahren wird. Alle paar Meter stehen am Wegrand Schilder mit einer Jahreszahl und die geben Auskunft darüber, wo zu dieser Zeit der Strand mal war…

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Inzwischen dürfte der Abstand vom ersten Schild (1985) bis zum Wasser etwa einen Kilometer betragen. Irgendwann in naher Zukunft ist dann Schluß mit Lustig, weil kein Wasser zum Baden mehr da sein wird…

Wir haben den Aufenthalt jedenfalls genossen und vom Bad im Toten Meer bis zum Schlammbad alles mitgemacht :-).