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Schweden, Teil 9

Foto: Aussicht vom Taberg

Aussicht vom Taberg in Richtung Jönköping

Am zweiten Tag in Jönköping starteten wir nach dem Frühstück zu einer Cache-Tour in die Umgebung. Zuvor hatten wir uns aus dem reichhaltigen Cacheangebot zwei Earthcaches ausgesucht. Diese erwiesen sich ja bisher immer als sehr lohnenswerte Ausflugsziele und auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht.
Erstes Ziel war der Taberg. Bevor es zum Earthcache ging, erkundeten wir aber zunächst den Berggipfel selbst und passenderweise gab es da oben neben einer genialen Aussicht auch noch einen hübschen Tradi.
Nachdem wir die Aussicht ausgiebig genossen und sämtliche Infotafeln fotografiert hatten (… man kann ja nie wissen ;-)), fuhren wir mit dem Cachemobil zum gleichnamigen Earthcache. Dort wurde fix das Beweisfoto geschossen und sicherheitshalber auch die Infotafeln für die spätere Beantwortung der Earthcacheaufgaben auf Silizium gebannt.
Noch beeindruckender als der Taberg war dann aber unsere nächste Station: Dumme Mosse, ein riesiges Moorgebiet in der Nähe Jönköpings.

Zuerst waren wir uns gar nicht ganz sicher, ob wir den “Nullpunkt” überhaupt erreichen können ;-). Wir wanderten den ausgeschilderten “Pfad” entlang, aber das GPS zeigte permanent 300m-500m Entfernung zum Ziel an. Nach einiger Zeit trafen wir dann endlich auf einen abzweigenden Weg, der in Richtung des Zieles zu verlaufen schien. Die Wege waren bis dahin richtig abenteuerlich. Zwei parallel verlaufende, etwas dickere Bretter, die auf querliegenden Balken gelagert waren und an manchen Stellen soweit nachgaben, dass die Schuhe schon im Wasser standen…
Das war ein toller Spaß! Nur stehenbleiben durfte man nicht. Dann stürzten sich die Mücken in Scharen auf einen… trotz Mückenschutz.

Abenteuerlicher Pfad durchs Moor

Abenteuerlicher Pfad durchs Moor

Zwischendurch gab es natürlich auch wieder den einen oder anderen Tradi zu finden, wobei manchmal die Terrainwertung wieder etwas gewöhnungsbedürftig war.
Nach einem, wie es uns schien, endlosen Fußmarsch kamen wir dann am Nullpunkt an, konnten das obligatorische Beweisfoto schießen und die zum Loggen nötigen Informationen sammeln.
Der Rest des Weges war dann schon fast langweilig ;-), eine behindertengerecht ausgebaute, scheinbar endlose “Autobahn” ;-).
Das Moor hat uns sehr beeindruckt und war neben dem Besuch des Kullabergs sicher eines der schönsten Erlebnisse unseres Urlaubs.

Wieder am Parkplatz angekommen, stärkten wir uns erstmal mit einem ordentlichen Picknick, bevor es zurück nach Jönköping ging. Dort stand ein Besuch des Rosariums in Rosenlund und ein weiterer Earthcache auf dem Programm.
Obwohl die Hauptblütezeit der Rosen schon fast vorbei war, erwartete uns im Rosarium eine Fülle von Rosenblüten und und Rosenduft. Und ein Kaffee in einem kleinen, wie es schien von einem Verein ehrenamtlich geführten Cafe.

Nach unserem Rundgang sollte es weiter zum dritten Earthcache des Tages gehen, doch leider war die Navigation suboptimal und wir fanden mit dem Auto nicht den richtigen Zufahrtsweg. Und weil wir schon einige Kilometer getippelt waren, war die Motivation für einen weiteren langen Fußmarsch auch nicht so toll ;-).

So ging es dann zunächst zu einem Einkaufszentrum, um den inzwischen dezimierten Proviant wieder aufzufrischen und um nach dem einen oder anderen Mitbringsel zu schauen.

Weil das Shopping ja eher was für die Frauen ist, verkrümelte ich mich in der Zwischenzeit mit dem GPS und suchte ein paar Dosen in der näheren Umgebung.

Endlose Weite im Moor...

Endlose Weite im Moor…

Rosenlunds Rosarium

Rosenlunds Rosarium

Nach Ablauf der vereinbarten “Shoppingzeit” trafen wir uns wieder am Cachemobil und fuhren zurück zum Hotel. Dort gab es erstmal ein ordentliches Abendessen, bevor es daran ging, den Cache unmittelbar vor dem Hotel “zur Strecke zu bringen”. Inzwischen hatte ihn nämlich ein anderer Cacher gefunden und in seinem Log vermerkt, dass die Koordinaten ziemlich im Off sind – oder der Cache fürchterlich gewandert ist.

Nach einer kurzen gemeinsamen Suche wurden wir dann 17m von den angegebenen Koordinaten fündig und vermerkten das auch im Log. Der Owner des Caches war darüber sehr verwundert und fragte auch gleich per Mail an, wie und wo wir die Dose denn gefunden hätten…
Naja, 17m sind bei freier Sicht zum Himmel ja auch eine ordentliche Abweichung. Der Owner bekam natürlich postwendend eine Antwort auf seine Mail. Leider erfuhren wir nicht, ob der Cache nur schlecht eingemessen oder gewandert war.

Nach diesem Erfolg erweiterten wir unsere Runde noch etwas und suchten die Dosen entlang der Strandpromenade und spazierten durch die Stadt wieder zurück zum Hotel, wo wir den Plan für den nächsten Tag schmiedeten und anschließend kaputt ins Bett fielen ;-).

Schweden, Teil 8

Beim Frühstück im Hotel stalkende Möwe

Beim Frühstück im Hotel stalkende Möwe. Die hat jeden Bissen mitgezählt und hatte eine enorme Ausdauer. Irgendwann öffnete jemand das Fenster einen Spalt weit und spendierte ihr ein Stück Toastbrot…

In Uddevalla hatten wir nun den nördlichsten Teil unserer Schwedenrundfahrt erreicht und von nun an ging es Stück für Stück wieder etwas in Richtung Heimat.

Das nächste Etappenziel hieß Jönköping. Obwohl es von Uddevalla bis Jönköping ein Stück zu fahren ist, ließen wir uns vom Navi wieder bevorzugt über die gut ausgebauten Nebenstraßen lotsen.
Was sich am Vortag mit einigen Wolken ankündigte, kam heute stellenweise mit mächtigen Regengüssen hervor. Zum Glück waren wir in dieser Zeit mit dem Auto unterwegs…

Besonders auffällig war, dass uns auf der Fahrt sehr viele amerikanische Straßenkreuzer aus den 50er bis 70er Jahren des letzten Jahrhunderts 😉 entgegen kamen. Die scheinen in Schweden trotz ihres enormen Spritverbrauchs und der hohen Spritpreise recht beliebt zu sein…

Gegen Mittag kamen wir in Jönköping an. Da das Hotel ziemlich zentral gelegen war, sah es mit Parkplätzen in Hotelnähe erstmal etwas schlecht aus. So wartete ich auf einem 15-Minuten-Parkplatz in der Nähe, während die Mädels zum Hotel gingen und den Check-in klar machten. Zwischendurch kam immer mal wieder ein ordentlicher Regenguß runter, aber wie bestellt hörte es auf zu regnen, als der Check-in klar war und wir unsere Sachen aufs Zimmer brachten.

Danach ging es zunächst auf eine kleine Erkundungstour durch die Innenstadt von Jönköping, wo natürlich auch die Caches am Wegrand gesucht werden mußten ;-). Wie das bei Innenstadtcaches so üblich ist, war die Fundrate wegen den vielen Muggels nicht sooo hoch und ausgerechnet der Cache, der quasi direkt vor der Hoteltür lag, versteckte sich hartnäckig ;-).

Unser Hotel in Jönköping

Unser Hotel in Jönköping

Altstadt in Jönköping

Altstadt in Jönköping

Vom vielen Laufen wird man irgendwann hungrig und wir fanden gleich in der Nähe des Hotels ein Restaurant, wo wir uns stärken konnten. Danach ging es erfrischt nochmal mit dem Cachemobil auf Tour. Während der Fährüberfahrt hatten wir uns mit einem jungen Mann unterhalten, der als Deutscher seit einigen Jahren in Schweden lebt. Er hatte uns empfohlen, mal ein paar Kilometer am östlichen Ufer des großen Sees in Richtung Norden zu fahren, weil das landschaftlich sehr schön sei.

Das mussten wir natürlich unbedingt selbst sehen und wir wurden nicht enttäuscht. Es ging ungefähr 30km entlang des Sees, bis wir eine Ausfahrt nahmen und dort mal schauten, was es für Caches in der Gegend gibt. Dabei machten wir wieder einen richtigen Glücksgriff, denn wir wurden an ein sehr idyllisches Fleckchen geführt, wo sich ein Wasserfall mit viel Getöse über die Felsen in Richtung See herabstürzt.
Da vergibt man gern einen Favoritenpunkt, obwohl wir wieder heftig Blut spenden mussten ;-).

Wasserfall

Wasserfall

Typisches schwedisches Häuschen

Typisches schwedisches Häuschen

Zurück ging es dann wieder ganz gemütlich über die Nebenstraßen, wo wir wieder den einen oder anderen Cache “am Straßenrand” einsammelten und Besuchsziele für den zweiten Tag in Jönköping ausmachten.

Abends merkten wir dann, dass “Seeblick” vom Hotel aus nicht immer unbedingt von Vorteil sein muß. Die Aussicht war zwar toll, aber Hauptstraße und Bahnlinie vorm Fenster, sowie Disco an der “Seebrücke” bis in den frühen Morgen zerrten etwas an den Nerven. Naja, was solls, wer rechtschaffen müde ist, schläft auch irgendwann ;-).