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Freitag… :-(

Freitag. Morgen gehts nach Hause und wir haben eigentlich gar keine Lust, ins kalte und verschneite Leipzig zurück zu kommen…
Aber hier ist das Wetter heute auch nicht so toll. Sehr windig und Regen ab und an. Weil heute Abend wieder der Sabbat beginnt und ab dem späten Nachmittag keine Busse und Bahnen mehr fahren, lohnte sich kein längerer Ausflug. Eigentlich hätten wir uns noch gern Akko angesehen. Aber das wäre zu weit weg gewesen.
So bummelten wir am Vormittag in Richtung Jaffa, um einen Cache zu suchen und den Basar anzugucken.

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Dort herrschte ein reges Treiben, jeder Händler preist lautstark seine Waren an und versucht, den Nachbarn noch zu übertönen. Auf dem Hinweg war es noch relativ leicht, sich einen Weg durch die enge Gasse zu bahnen, auf dem Rückweg war kaum noch durch zu kommen, so groß war das Gedränge.

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Man bekommt dort fast alles zu kaufen, vom Brötchen bis zum Fisch, Gemüse, Fleisch, Schmuck, Kleidung, und, und, und. Katrin hatten es vor allem die leckeren Erdbeeren angetan. Riesige Dinger und fast so groß wie kleine Äpfel. Und lecker sind die…

Aber bevor es die gab, mußte erst noch ein Cache gesucht werden. Heute hatten wir mehr Glück als gestern. Da kamen wir wegen einer Baustelle nicht an die Dose ran.
Der Cache liegt am ehemaligen Wohnhaus von Plato Ustinov, dem Großvater von Schauspieler Peter Ustinov. Das GPS führte uns zu einem Grundstück, das sehr privat aussah und ich hatte schon einige Bedenken, dort zu suchen. Aber zum Glück kümmerte sich niemand um uns und die Dose war nach kurzer Suche auch gefunden. Nur die eingeloggte Coin war leider nicht mehr drin, da war jemand schneller als wir…
Anschließend besichtigten wir die Immanuel-Kirche, die direkt gegenüber der Cachelocation steht. Sie wurde 1904 von Deutschen gebaut und nach dem 2. Weltkrieg von der norwegischen Kirche betreut.

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Katrin hatte erst Bedenken, die Kirche auch von innen zu besichtigen, obwohl draußen ein Schild “Visitors welcome” stand. Zum Glück konnte ich sie überreden, doch noch rein zu gehen.
Kaum drin angekommen sprach uns eine ältere Dame auf englisch an und fragte uns, woher wir kämen. Nachdem wir ihre Frage beantwortet hatten, erzählte sie uns in fließendem deutsch die ganze Geschichte der Kirche.
Ihr Mann (er führte gerade eine Gruppe Schüler durch die Kirche) war in den 1970er Jahren Pfarrer in der Kirche. Als ihre Kinder größer wurden, kehrten sie nach 5 Jahren wieder zurück nach Norwegen. Die Kinder sind nun erwachsen und deshalb kehrten die beiden wieder nach Jaffa zurück.
Sie lud uns herzlich zu einem Gottesdienst ein, ich wär auch gern mal hingegangen, aber leider findet er morgen vormittag statt und wir müssen ja wieder nach Hause :(.

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Auf dem Rückweg ging es dann wieder über den Basar in Richtung Hotel. Nun kam Katrin endlich zu einer riesigen Schale Riesenerdbeeren und ich zu meinem Naschwerk vom Bäcker :-). Und Tina kam auch nicht zu kurz. Nur Fabian hatte Pech, denn er wollte nicht nochmal mit durch den Basar und ist den kurzen Weg zum Hotel gegangen. Weil wir aber nicht so sind, haben wir ihm doch etwas von den Naschereien abgegeben ;-).

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Viel wird nun nicht mehr passieren. Morgen werden die Koffer gepackt und dann gehts wieder nach Hause. Leider :-(.

Tag 2 in Tel Aviv

Blick von Jaffa nach Tel Aviv

Nach einer erholsamen Nacht im Hotel ging es heute nach dem Frühstück zum Strand und wir spazierten immer am Wasser entlang in Richtung Jaffa.
Die Sonne schien, es war warm und ein richtig tolles Gefühl, mit den Füßen im Wasser zu spazieren, nachdem wir gestern früh unsere Koffer durch den Münchener Schnee ziehen mußten :-).

In Jaffa habe ich dann nach kurzer Suche den ersten Cache hier gefunden, wieder einen Länderpunkt gesammelt und eine Geocoin da gelassen. Letztere soll so schnell es geht, wieder zurück nach Leipzig kommen. Da bin ich gespannt, wie lange es dauert, bzw. wie weit sie kommt, bevor sie verschwindet. Naja, einen Versuch ist es immerhin wert ;-).

Insgesamt sind wir an die 12km zu Fuß unterwegs gewesen, das war ein ordentlicher Spaziergang ;-). Dank GPS kann man das ja ganz gut messen.

Wieder im Hotel habe ich dann begonnen, einige Fotos in meinen Flickr-Account hochzuladen. Leider scheint das WLAN vom Hotel noch per Modem ans Netz angeschlossen zu sein. Bei Übertragungsraten von im besten Fall kurzzeitig 20kB/s gerät der Upload von Bildern mit 5MB pro Bild zu einem Geduldsspiel. Vor allem, wenn zwischendurch wegen schlechtem Empfang die Verbindung und damit der Upload abbricht…
Zum Abendessen haben wir dann nochmal einen kleinen Spaziergang unternommen. In eine Straße, in der laut Reiseführer rund um die Uhr etwas los sein soll. Allerdings scheint sich vieles geändert zu haben, seitdem der Autor dieses Büchleins zuletzt hier gewesen ist. Kurz gesagt: da war tote Hose und wir befürchteten schon, hungrig ins Bett gehen zu müssen.
Zum Glück fanden wir dann doch noch ein italienisches Restaurant und konnten lecker essen :).