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Stalk-Pi

Foto: Nistkasten mit Raspberry Pi, Kamera und IR-Beleuchtung
Schon seit dem Kauf meines ersten Raspberry Pi liebäugelte ich damit, mal einen Nistkasten mit einer Kamera zu versehen und dann zu schauen, was da drin passiert.
Lange hat es gedauert, aber nun nimmt das Projekt Gestalt an.
 
Angeregt wurde ich nach längerer Zeit durch das Buch “Raspberry Pi – das umfassende Handbuch”. Dort haben die Autoren das gleiche Thema angepackt. Bei mir hing es die ganze Zeit ja eigentlich nur daran, dass ich … hm … ja … zu faul war, einen passenden Nistkasten zu bauen. Aber das haben die Autoren des Buches auch nicht gemacht, sondern auf ein fertiges Produkt zurückgegriffen.
 
Na das kann ich auch… ;-)! Also wurden fix ein paar Onlineshops durchstöbert, bis ich das passende Modell relativ preiswert fand. Es dauerte gar nicht lange, da lag das Teil im Paketkasten und die Bastelei begann. Zunächst kam der 3D-Drucker zum Einsatz, weil der Pi ja ein Gehäuse braucht. Danach folgte der Druck eines Gehäuses für die Kamera. Nachdem das erledigt war, ging ich das Problem des fehlenden Lichtes im Nistkasten an.
 
Damit die Piepmätze sich nicht gestört fühlen, kommt natürlich nur eine InfraRot-Beleuchtung infrage. Weil ich nicht wirklich weiß, ob die Piepmätze sich von der IR-“Beleuchtung” vielleicht doch gestört fühlen, ist sie nicht permanent an, sondern über Transistoren per Raspberry-GPIOs schaltbar. Um die LEDs optimal positionieren zu können, konstruierte ich mit FreeCAD fix zwei kleine “Kronleuchter” und druckte sie anschließend aus.
 
Als sparsamer Bastler testete ich zunächst, wie sich die IR-LEDs einer vom letzten Röhrenfernseher versehentlich übriggebliebenen Fernbedienung als “Lichtquelle” machen. Den Versuch war es wert, aber das Ergebnis war leider enttäuschend. Also wurden in der Bucht mal fix ein paar andere LEDs ersteigert und die machen jetzt wirklich “Licht”, obwohl ich sie nicht mal mit der maximal möglichen Leistung betreibe.
 
Bis dahin ist erstmal alles soweit klar. Leider gibt es da noch ein kleines Problem mit der Kamera. Der Hersteller hat “die Linse” selbiger nämlich dummerweise verklebt und den Fokus somit fest eingestellt. Richtig scharf sind die Bilder auf die kurze Distanz im Nistkasten deshalb leider noch nicht und das Problem lässt sich nur mit roher Gewalt lösen. Geht dabei etwas schief, sind so um die 30 Euro für eine neue Kamera fällig…
 
Diesen Akt werde ich dann in den nächsten Tagen angehen. Außerdem, weil der Pi ja sonst hoffnungslos unterfordert wäre, kommt noch ein Temperatursensor in den Kasten.
Kamerabild und / oder Video werden dann im nächsten Schritt hier im Blog eingebunden. Dazu später mehr.