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Frisch aus der Fräse

Bei meinem letzten Projekt mit der CNC-Fräse fiel mir auf, dass ich zu wenige Spannpratzen besitze. Spannpratzen nennt man die Dinger, mit denen man das Werkstück auf dem Arbeitstisch der Fräse festspannt. Die, die ich seinerzeit zusammen mit der Fräse kaufte, sind ab einer bestimmten Materialhöhe eher suboptimal zu verwenden. Also musste etwas neues her. Beim Stöbern im Internet stieß ich dann auf die Seite des Eigenbaukombinats in Halle. Feine Sache dachte ich. Da gibt es sogar eine fertige Datei zum Fräsen gleich dazu. Bei näherer Betrachtung fiel mir dann aber auf, dass die dortigen Spannpratzen für meine Zwecke etwas zu groß waren. Aber immerhin: die Idee, die Dinger selbst zu bauen war Klasse.

Bisher nutzte ich für meine Eigenkonstruktionen immer FreeCAD. So natürlich auf diesmal. Nur trieben mich die kleinen Eigenheiten von FreeCAD beim Zeichnen fast zur Verzweiflung. Es mag sein, dass das nur an meiner eigenen Blödheit lag, aber es wollte einfach keine funktionierende Datei aus diesem Programm rauskommen. Vermutlich gibt es sogar irgendwo in den weiten des Internets eine Lösung für dieses Problem. Nur für heute war ich einfach pappesatt und hatte keine Lust mehr.

Auf irgendeiner Seite hatte ich kurz vorher von einem anderen freien CAD-Programm gelesen. Das es mit FreeCAD einfach nicht weiter ging, installierte ich kurzerhand LibreCAD. Und siehe da: nach kurzer Einarbeitungsphase hatte ich eine wunderschöne DXF-Datei und kurze Zeit später hielt ich den Prototypen 😉 in der Hand. Und weil es so gut lief, zeichnet ich gleich noch ein zweites, diesmal etwas kürzeres Teil.
Beide Versionen sind aus 10mm dickem Buchensperrholz gefräst. Wer mag, darf sich gern bedienen und die Dinger nachbauen.
Ich hoffe, dass meine laienhaften Zeichnungen einigermaßen verständlich sind.
Bei Fragen, Anregungen und Hinweisen kontaktiert mich bitte per Twitter oder FB.

Download der DXF-Datei Version 1 (60mm lang)
Download der DXF-Datei Version 2 (45mm lang)



Alte und neue Spannpratze im Vergleich


Es geht voran…

Testfoto der neuen NestCam. Nachdem heute endlich eine neue Infrarot-Kamera für den RaspberryPi bei mir eingetroffen ist, konnte ich gleich ein paar “Testbilder” aufnehmen. Das sieht schon mal gut aus.

Nun muss nur noch die passende Software installiert werden. In der alten Version hat die Kamera ja stur jede Minute ein Bild aufgenommen. Und wenn dann mal wirklich kurz ein Piepmatz im Kasten war, war das ziemlich genau immer dann, wenn die Kamera gerade in ihrer Ruhephase war :o. Logisch, dass dann außer dem leeren Kasten meistens nichts zu sehen war.

Diesmal soll die Kamera mit einer automatischen Bewegungserkennung arbeiten, d.h., die Software erkennt, wenn sich am Inhalt des Bildes etwas ändert und nimmt dann automatisch Bilder/Video auf. Das soll dann ebenfalls automatisch hier auf den Webserver hochgeladen werden.
Das alles einzurichten wird die Arbeit der nächsten Tage sein.

Und jetzt noch ein ḱleiner Nachtrag zum letzten Eintrag im Blog. Da hatte ich ja beschrieben, wie ich dank des 3D-Druckers und FreeCAD innerhalb einer Stunde zu einer passablen Halterung für meine Platine gekommen bin. An dieser Stelle möchte ich euch FreeCAD noch einmal empfehlen.
Screenshot Platinenhalterung in FreeCAD
Es ist eine super Software, die zwar immer noch ein paar kleine Macken hat, dafür aber für (fast) alle Betriebssysteme gratis zu haben ist und die keinen zwingt, sich alle paar Wochen irgendwo zu registrieren, damit mit man damit weiter arbeiten kann. Und es besteht auch kaum die Gefahr, dass der Anbieter der Software plötzlich beschließt, Geld für sein Produkt zu verlangen und man seine bisher erstellten Arbeiten nicht mehr mit dem Programm öffnen/bearbeiten kann.

Sonnenpower nutzen

Provisorien halten ja bekanntlich am besten und am längsten. Trotzdem habe ich mich mal an die Arbeit gemacht und meinem  Solar-Powerbank-Lader endlich ein vernünftiges Gehäuse spendiert. Die Frau hat seit Wochen gegen den Strippenhaufen unter dem Gartenpavillon protestiert, da kann man(n) sich nicht ewig taub stellen… 😉.

Solarlader und Powerbank im Einsatz

Also startete ich gestern meinen Uralt-PC und entwarf mit FreeCAD  ein schickes Gehäuse. Kurze Zeit später hatte ich das fertige Modell auf dem Monitor. Fix den Slicer gestartet (das ist das Programm, das aus der Modelldatei des CAD-Programmes Daten erzeugt, die der 3D-Drucker auch versteht), den Drucker gestartet und los ging es.

Einige viele Minuten später folgte beim Kontrollblick auf den Drucker aber die Enttäuschung. Offenbar hatte entweder das CAD-Programm oder der Slicer einen schlechten Tag. Und das, obwohl es noch gar nicht Montag war…

Dem im Drucker entstehenden Gehäuse fehlte an einigen Stellen Material, wo eigentlich welches gedruckt werden sollte. Also blieb nur der Abbruch des Druckes und eine Kontrolle des Modells am Rechner. Und siehe da, die Datei mit dem G-Code (das ist der Code, den der Drucker für den Druck benötigt) war fehlerhaft.

Zweiter Versuch. Alles nochmal auf Anfang. Gehäuse im CAD-Programm nochmal zusammengesetzt, durch den Slicer ‘geschoben’ und sicherheitshalber den G-Code angeschaut. Tscha. Da war es wieder, das Problem. Wieder hingen einige Stellen des Gehäuses quasi ‘in der Luft’. Und das ist eher suboptimal, weil das Filament beim Drucken ja nicht in der Luft hängen bleibt, sondern der Schwerkraft folgend nach unten fällt.

Anlauf Nummer drei. Anderen Rechner hochgefahren, anderes Slicer-Programm gestartet, Ergebnis begutachtet und schließlich erneut den Druck gestartet. Gute zwei Stunden später folgte die nächste Enttäuschung. Die Gehäusewände waren jetzt zwar geschlossen, aber die Befestigungen für die Elektronikplatinen waren total verkorkst. Da fehlten die Löcher für die Schrauben und der Gehäuseboden war total uneben. Da war eine Schräge gedruckt, die dort definitiv nicht hingehörte!

Also lag das Problem wohl nicht beim Slicer, sondern FreeCAD hatte Mist produziert. So startete ich den vierten Versuch und konstruierte alles von Grund auf neu und diesmal klappte alles auf Anhieb. Das Gehäuse ist fertig, der Strippenverhau weg und der Hausfrieden gerettet…😉

Recycling. Wieder mal :-)

Für ein kleines Bastelprojekt brauche ich einen Batteriehalter für einen AA-Akku. Was liegt da näher, als die Elektronikschrott-Sammlung mal zu durchforsten um zu sehen, ob sich etwas brauchbares finden lässt. Und siehe da, es fanden sich tatsächlich die Batteriekontakte aus dem Gehäuse einer defekten Solarleuchte.
Fünfzehn Minuten später war der erste Entwurf eines Batteriehalters mit FreeCad konstruiert und nochmal zwanzig Minuten später fertig gedruckt.

Leider war er noch nicht ganz perfekt, weil ich mich bei der Konstruktion der Halterung für die Batterieclips auf jeder Seite um zwei Millimeter verrechnet hatte. Für den ersten Versuch war das Teil aber schon ganz brauchbar. Natürlich beließ ich es nicht dabei, obwohl… funktioniert hätte das Ding auch so, sondern korrigierte den Fehler und Nummer Zwei passte perfekt :).
Ihr braucht auch zufällig so ein Ding? Die Vorlage gibt es hier bei Thingiverse.com.

Foto: Selbst gedruckter Batteriehalter

Foto: Selbst gedruckter Batteriehalter

Nützliches aus dem Drucker

 Befestigung für  Scheibengardine Nachdem es nun endlich in der Werkstatt auf Arbeit neue Fenster gibt, sollten natürlich auch die Gardinen wieder ans Fenster.
Allerdings gab es ein Problem: die alten Befestigungshaken für die Gardinenstange sollten aus Gründen nicht wieder in den Rahmen der nagelneuen Fenster geschraubt werden.  Also habe ich mal schnell mit FreeCad neue Halterungen ‘designed’ 😉 und mit dem Drucker anschließend ausgedruckt.

Bissel doppelseitiges Klebeband auf die Rückseite… und passt! 😃😃😃