Artikel-Schlagworte: „Elberadweg“

Mir san mit’m Radl da… ;-)

Foto: Elberadweg kurz vor MeißenWer uns kennt, weiß, dass wir gern mal eine Runde mit dem Rad fahren. Immer wieder gern stehen dabei Touren entlang der Elbe auf dem Programm. Diesmal wiederholten wir ein Stück des Weges zwischen Coswig bei Dresden und Riesa. Diese Strecke sind wir vor einiger Zeit zwar schon einmal gefahren, aber auf der anderen Seite der Elbe.
Nach der Anschaffung unserer “Rentnerräder”, in Fachkreisen auch Pedelecs oder (was nicht ganz zutreffend ist) E-Bikes genannt, mussten diese endlich auf einer etwas längeren Strecke getestet werden.

So starteten wir am Reformationstag kurz nach 8:00Uhr in Richtung Engelsdorfer Bahnhof. Von dort ging es per Regionalexpress nach Coswig bei Dresden. Zurzeit bezahlt man zu Zweit für diese Tour für Hin-und Rückfahrt im Regionalzug 38 Euro (Sachsenticket 28€ + 2 Fahrradkarten zu je 5€). Eine reichliche Stunde später kamen wir entspannt in Coswig an. Nach einem kurzen Blick auf die Karte radelten wir vom Bahnhof Coswig in Richtung Elbe.

Während Frau Portitzerin ihr “Rentnerrad” auf fast der gesamten Strecke mit Eco-Unterstützung nutzte, strampelte ich der Fitness wegen auf weiten Strecken ohne selbige. Nur auf dem letzten Teil der Strecke wurde auch ich bei heftigem Gegenwind schwach und schaltete die Unterstützung zu. Wozu fährt man schließlich auch nen kiloschweren Akku durch die Gegend… 😉

Die Route selbst war durchgehend gut ausgeschildert, was leider nicht auf allen Radwegen selbstverständlich ist. Bis auf wenige Streckenabschnitte ist der Weg auch fahrbahnmäßig gut in Schuss. Nur wenige hundert Meter waren echt anstrengend ziemlich grob gepflastert. Und ich vermute mal ganz stark, dass der Denkmalschutz dafür sorgt, dass das auch so bleibt :-(.

Für Ende Oktober hatten wir ein annehmbares Wetter und kamen recht gut voran. Bei etwas mehr Sonnenschein hätten wir die Aussicht auf die Weinberge mit ihrer herrlichen Laubfärbung gern etwas länger genossen. So verzichteten wir auf den eigentlich obligatorischen Zwischenstopp in Meißen und radelten durch bis zum Gasthof “Zum Zuessenhaus” in Kleinzadel. Dort wärmten wir uns auf und gönnten uns ein gepflegtes Mittagessen, bevor es weiter in Richtung Riesa ging.

Dank der Elektrounterstützung machte uns auch der kurz vor dem Ziel aufkommende Gegenwind nicht wirklich etwas aus und am Ende des Tages zeigte das Display noch etwa 66% Akku-Restkapazitiät an. Da wären also noch etliche Kilometer drin gewesen. Insgesamt sind wir recht zufrieden mit unseren “Rentnerrädern”. Einziges Manko ist bislang die etwas hakelige automatische Gangschaltung. Fährt man zügig an, überspringt die schon mal ein bis zwei Gänge. Dann tritt es sich plötzlich viel zu schwer bevor die Automatik wieder einen Gang runter schaltet. Im ‘Normalbetrieb’ kann man sich darauf aber einstellen, dann fährt man halt mit weniger ‘Schmackes’ an.
Blöd ist das nur, wenn man eine stark befahrene Straße überqueren möchte, wegen des Verkehrs wenig Zeit dazu hat und eben straff antreten muss, damit man vor dem nächsten Auto auf der anderen Seite ist. Dann empfiehlt es sich, vor dem losfahren die Automatik abzuschalten und manuell zu schalten.

Fazit nach über zweihundertfünfzig gefahrenen Kilometern in den letzten 12 Tagen (übrigens bei jedem Wetter…): Tolle Sache, so ein Pedelec. Da stören mich auch blöde Kommentare von Fußgängern (“So jung und schon E-Bike fahren…”) nicht. Wenn ich es eilig habe und nicht unbedingt durchgeschwitzt am Ziel ankommen möchte, ist so ein Ding eine super Sache. Gegenwind und Steigungen? Jucken mich auf dem Ding nicht die Bohne! Und wenn ich mal nur zum Vergnügen ein bissel in der Gegend rumfahren möchte, gibt es ja noch die Alternative ohne Motor…
Foto: Elberadweg in Meißen

Elberadeweg 2016

Foto: Elbbrücke in Dömitz

Elbbrücke in Dömitz


Wie fast jedes Jahr, so haben wir uns auch für dieses Jahr vorgenommen, den Elberadweg ein Stück entlang zu radeln.
Geplant war die Strecke von Wittenberge bis Hamburg-Zollenspieker. Eigentlich wollten wir die Tour wieder per Bahn und Rad absolvieren, das heißt, Anreise nach Wittenberge per IC, dann per Rad über Dömitz, Neu Darchau und Lauenburg bis rein nach Hamburg.
Leider war der Wetterbericht nicht sehr optimistisch, was die Großwetterlage anbetraf und wir entschlossen uns dazu, die Anreise besser mit dem Auto zu machen, was sich im Nachhinein auch als gute Entscheidung erwies.

Zwar war das Wetter dann doch viiieeel besser, als vorhergesagt, dennoch war unsere Wahl prima. Durch die veränderte Anreise mussten wir unsere Tour nun aber kurzfristig anpassen, weil wir ja nun immer wieder zum Auto zurückradeln mussten. War aber nicht schlimm, wir planten unsere Touren nun etwas anders.

Von Dömitz aus starteten wir am ersten Tag gegen Mittag nach Lenzen, was ungefähr auf halber Strecke zwischen Wittenberge und Dömitz liegt. Leider war ein großer Teil des Elberadwegs auf der rechten Elbseite wegen Bauarbeiten gesperrt und die Tour verlief zu großen Teilen auf der Straße im Hinterland.
In Lenzen gibt es eine Fähre, wir wechselten einfach die Seite und radelten zurück in Richtung Dömitz.
Wer nicht so fit ist, sollte die “Schwedenschanze” auf der linken Elbseite weiträumig umfahren. Wir waren von der Betreiberin eines Gartencafés zwar schon vorgewarnt worden, dass es dort relativ steile Anstiege gibt, aber die vielen engen Treppen hatten wir nicht erwartet! Die sind per Rad für ungeübte Leute unseren Alters nur schwer zu überwinden. Den Rest der Strecke strampelten wir bei hässlichem Gegenwind durch das Hinterland bis zur Dömitzer Brücke, wo wir wieder die Elbseite wechselten. Am Ende des Tages standen so etwas mehr als 50 Kilometer auf dem Tageskilometerzähler. Übernachtet haben wir in der Pension “Zur Festung”. Einfache Zimmer mit Bad, die Räder durften wir im Haus abstellen, nur die abgezählten zwei Brötchen zum Frühstück waren als Radlerfrühstück doch etwas wenig…

Foto: Glückliche(?) Kühe...

Glückliche Kühe auf den Elbwiesen…


Am zweiten Tag unserer Tour ging es zunächst wieder mit dem Auto zur nächsten Station nach Neu Darchau. Dort übernachteten wir in der Pension Vieregge. Klare Empfehlung! Nette Leute, super Ferienwohnung, prima Frühstück und der Preis war auch voll in Ordnung.

Gegen 10Uhr starteten wir unsere Radrunde. Diesmal wählten wir das Ziel so, dass wir den Wind auf der Rückrunde von hinten hatten – sprich, es ging Richtung Norden nach Bleckede. Dort kamen wir gegen Mittag an und nutzten die Gelegenheit, eine leckere Pizza beim Italiener zu verdrücken.

So gestärkt und mit Rückenwind ging es auf der rechten Elbseite wieder zurück nach Neu Darchau. Generell lässt sich sagen, dass der Weg auf diesem Streckenabschnitt auf der rechten Elbseite schöner ist. Man ist näher am Fluß und fährt oft auf dem Deich, wo man einen schönen Blick auf die Elbaue hat.

Am dritten Tag durften wir unser Auto bis zur Abreise, die am Nachmittag geplant war, auf dem Pensionsgrundstück stehen lassen. Wie schon gesagt, sehr nett, die Leute!
Also ging es nach dem guten und reichlichen Frühstück auf der linken Elbseite nach Hitzacker.

Foto: Storch am Wegrand

Storch am Wegrand


Diese Strecke ist relativ ‘hügelig’, es gibt Anstiege mit bis zu 13% Gefälle. Für uns Flachlandtiroler sind das schon ordentliche Hausnummern. Allerdings… wo es rauf geht, geht es irgendwo auch wieder runter. Ohne viel zu treten zeigte der Tacho über 60km/h an. Das macht Laune!
Und ganz oben gab es noch einen Aussichtsturm mit einer beeindruckenden Aussicht über das Elbland.
Nach einem Käffchen und einem Spaziergang durch Hitzacker setzten wir mit der kleinen Personenfähre ans rechte Elbufer über und radelten am frühen Nachmittag gemütlich wieder zurück nach Neu Darchau. Auch auf diesem Streckenabschnitt radelt man auf der rechten Elbseite näher am Fluß und meistens auf dem Deich.
Mit einem Zwischenstopp in Boizenburg ging es anschließend per Auto weiter nach Lauenburg. Dort bezogen wir Quartier im Hotel “Bellevue”. Die Aussicht auf die Elbe ist dort wirklich genial. Das Zimmer für 88 Euro (inklusive Frühstück, an dem es nichts zu meckern gab) war es weniger. Da haben wir uns schon gefragt, wo die drei Sterne, mit denen das Hotel wirbt, herkommen. Aber für eine Nacht ließ es sich aushalten…
In Lauenburg selbst haben wir nur eine kleine Radrunde durch die Altstadt und für ein paar Fotos über die Brücke auf die andere Elbseite gemacht.

Am nächsten Morgen, dem vorletzten Tag unserer Tour, zeigte es sich, dass unsere Entscheidung mit dem Auto anzureisen, goldrichtig war. Ekliger Wind und Regen am ganzen Vormittag…
So reisten wir nach dem Frühstück direkt nach Hamburg, nicht ohne unterwegs das Elbe-Wehr in Geesthacht zu besichtigen. Sehr beeindruckend, dieses Bauwerk!

Weil unser Zimmer im Hotel “Zollenspieker Fährhaus” am frühen Vormittag logischerweise noch nicht frei war, parkten wir das Auto und fuhren mit dem Bus in die City, um ein paar nötige Einkäufe zu erledigen.
Inzwischen hatte sich auch das Wetter etwas gebessert. Regen gab es zwar keinen mehr, aber dafür wehte eine ordentliche Brise aus nordwestlicher Richtung.
Radlerherz kennt keinen Schmerz! Deshalb nutzten wir die Zeit am Nachmittag noch für eine Runde an der Elbe. Immerhin schafften wir so am Nachmittag und, wie schon geschrieben, bei hübschem Gegenwind, nochmal 25 Kilometer…
Auch hier können wir das Hotel klar weiterempfehlen. Der Preis ist für ein Vier-Sterne-Hotel voll in Ordnung. Die Räder parkten über Nacht in der sicheren Tiefgarage.

Leider ging es am nächsten Morgen nach dem Frühstück dann schon wieder in Richtung Heimat. Eins ist klar: die nächsten Abschnitte Elberadweg warten schon… ;-).

In den nächsten Tagen gibt es noch ein Bilder-Update. Die müssen aber erst gesichtet und bearbeitet werden und das Wetter ist momentan einfach zu schön, um vor dem Rechner zu sitzen….

Idylle unterwegs - Einladung zur Pause

Idylle unterwegs – Einladung zur Pause

Blick vom Aussichtsturm

Blick vom Aussichtsturm

Von Dessau nach Wittenberg auf dem Elberadweg

Wir hatten schon lange mal vor, eine richtig schöne Radtour zu machen. Schon vor dem Sommerurlaub hatte ich verschiedene Routen ausgesucht und wir entschieden uns für eine Tour entlang der Elbe. Der Urlaub kam, nur der Sommer ließ auf sich warten. Entweder war es zu heiß oder es regnete… Die Zeit verging und es drohte Weihnachten zu werden, ohne das wir unsere geplante Tour gefahren wären.

Am Freitag sah es nun endlich so aus, als könnte man es am Sonnabend endlich riskieren. Der Wetterbericht sagte passendes Wetter voraus und so checkte ich die restlichen Variablen (Zugfahrzeiten, Track für den Radweg, Caches an der Strecke ;-)). Alles passte.

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Messung vom 12.12.2017, 01:24

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