CNC-Fräse

Erste Schritte mit der neuen CNC-Fräse

Wie versprochen hier nun ein kleiner Bericht von den ersten Schritten mit der neuen CNC-Fräse. Das ganze Thema ist, wie schon geschrieben, absolutes Neuland für mich.
In den letzten Tagen habe ich mich in kleinen Schritten mit der Steuerungssoftware vertraut gemacht. Man lernt ja am Schnellsten durch die eigenen Erfahrungen, wenn die auch am Anfang erstmal ins Geld gehen. Das tut weh, hat aber den Vorteil, das man einmal gemachte Fehler nicht so schnell vergisst und abgebrochene Fräser sind zum Glück ja schnell ersetzt.
Foto: Gefräste Platine
Als erstes testete ich das Isolationsfräsen einer kleinen, auf die Schnelle mit Target 3001 erstellten Leiterplatte. Target erlaubt den direkten Export von Bohr- und Fräsdateien. Nun ja… bis ich die richtigen Einstellungen in der CNC-Steuerungssoftware verinnerlicht hatte, waren zwei Fräser im Werkzeughimmel angekommen. Beim dritten Versuch stellte ich fest, dass die Unterlage, die auf der Fräsmaschine unter der Platine lag (man will beim Bohren schließlich nicht in die Maschine bohren), nicht ganz plan war.
Das hatte zur Folge, dass auf der einen Ecke der Platine der Fräser den Nullpunkt auf der Platine hatte, auf der anderen Ecke war aber ein Millimeter Luft zwischen Platine und Fräser. Gar nicht gut!
Erst der vierte Versuch mit einer anderen Unterlage war dann endlich erfolgreich.

Das nächste Projekt startete mit anderen Schwierigkeiten. Das begann schon mit der Konstruktion der einzelnen Teile am PC. Üblicherweise nutze ich dazu FreeCAD. Allerdings unterscheidet sich die Konstruktion von Teilen für den 3D-Druck schon ein ganzes Stück von der, die man für die Fräse benötigt. Viele Schweißperlen später hatte ich einen hübschen Nistkasten konstruiert, bei dem in der 3D-Ansicht alle Teile fabelhaft zusammen passten, ich aber die einzelnen Teile nicht im von mir gebrauchten Dateiformat exportieren konnte… immerhin hatte ich schon ein fertiges Modell.
Also zeichnete ich die einzelnen Teile nochmal neu, exportierte sie im svg-Format und ließ ESTLCAM die erforderlichen Fräsdateien erzeugen. Endlich hieß es dann: Ran an die Fräse!
Als das erste Teil fertig war, stellte ich mit erstaunen fest, dass das Teil an zwei Seiten genau 2mm zu klein war. Merkwürdiger Weise passten diese zwei Millimeter genau zum Durchmesser des Fräsers und nach einigem Nachdenken fand ich den Fehler beim Positionieren der Bauteile in ESTLCAM.
Foto: Gefräste Nistkastenteile
Nachdem diese Hürde genommen war, stimmten beim folgenden Versuch endlich alle Maße. Also ran an den Speck und gleich das nächste Teil gefräst. Man könnte ja annehmen, das nun alles glatt geht, aber das wäre ja zu einfach. Kurz vor dem Ende des ersten Fräsdurchgangs machte es KNACK! und der Fräser war Geschichte. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, warum er sich verabschiedet hat. Es gab keinen Unterschied bei den Fräsparametern zu den ersten beiden Versuchen. Sicherheitshalber verringerte ich den Vorschub bei den restlichen Teilen aber etwas.
Jedenfalls sind jetzt alle Teile fertig, der Nistkasten ist fertig zusammengebaut und braucht nur noch etwas Wetterschutz. Dann wird er wieder mit einem RaspberryPi samt einer Infrarot-Kamera ergänzt und kommt in den Garten.
Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr dann endlich Glück habe und eine Meisenfamilie stalken kann… 😉

Ach ja. Das nächste Projekt ist selbstverständlich auch schon in Arbeit. Dazu aber später mehr.

Foto: Nistkasten

Ein neues Kapitel in der Bastelstube

Foto: großes Paket
Die Weihnachtszeit ist ja immer die Zeit, in der man sich Wünsche erfüllt oder vom Weihnachtsmann erfüllen lässt. So war es im vergangenen Jahr auch bei mir.
Nachdem schon vor längerer Zeit ein 3D-Drucker in die Bastelstube einzog, sollte es nach einer längeren Anspar-Phase jetzt noch eine CNC-Fräse sein.
Viele Dinge lassen sich mit dem 3D-Drucker ja relativ unkompliziert umsetzen, bei größeren Teilen steigt die Druckzeit und der Materialverbrauch aber rapide an.
Zudem sind manche gedruckten Teile auch nicht so belastbar, wie man sich das mitunter wünscht. Der Wunsch nach so einem Gerät war schon lange da, aber weil der Lottogewinn bisher ausblieb, stand seinerzeit die Wahl zwischen Drucker oder Fräse. Und nachdem das Sparschwein jetzt wieder etwas Fett angesetzt hatte, ließ sich der zweite Wunsch auch erfüllen.

Wie immer stand an erster Stelle die Recherche im Netz nach einer passenden Maschine, wobei meine Wahl auf die Next3D von gocnc.de fiel. Gleich nach dem Jahreswechsel machte ich mich an die “Arbeit” und orderte im gocnc-Online-Shop die Maschine meiner Wahl. Passend dazu bestellte ich auch gleich einen passenden Fräsmotor und einen Werkzeuglängensensor.
Die Bestellung wurde auch umgehend bestätigt und versendet. Leider dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis das riesige Paket endlich bei mir eintraf. DHL legte beim Versand keine übermäßige Eile an den Tag – so ist es gefühlt ja meistens, wenn man auf ein Paket so richtig wartet, weil man endlich loslegen will.
Am 10.Januar traf das Paket dann bei mir ein und die Zustellerin war sichtlich erleichert, dass ich zu Hause war und ihr das schwere Paket abnehmen konnte. Kurz darauf ging es ans Auspacken und viele leere Kartons später stand die fertige Maschine auf dem Tisch und wartete auf die Inbetriebnahme.

Tja. Daraus wurde nichts, weil das Paket ein falsches Netzteil enthielt. Die elektrischen Werte passten zwar, aber der Stecker am Netzteil passte nicht zur Buchse an der Fräse… 🙁
Foto: Next3D-CNC-Fräse
Zum Glück war es noch kurz vor 16Uhr und ich erreichte bei gocnc.de noch jemanden an der Service-Hotline. Ich schilderte das Problem und wurde gebeten, Fotos von Netzteil und Stecker per Mail an die Serviceabteilung von gocnc zu schicken, was ich auch postwendend erledigte. Gleich am folgenden Tag erhielt ich eine Antwort und die Info, dass in Kürze ein passendes Netzteil an mich verschickt würde.
In der Hoffnung, dass nun alles geklärt ist, wendete ich mich dem nächsten Problem zu. In das Bohrfutter des Fräsmotors passte keiner meiner schon vor längerer Zeit erworbenen Fräser. Also bestellte ich bei gocnc einen passenden Ersatz. Und auch hier bekleckerte sich DHL beim Versand wieder nicht gerade mit Ruhm. Das “Paket” lagerte erstmal mehrere Tage im Start-Paketzentrum, bevor man es schaffte, es in meine Richtung zu bewegen. Und in Sachen Netzteil herrschte auch noch Funkstille.

Im Grunde bin ich ja ein sehr geduldiger Mensch, aber irgendwann reißt auch mein Geduldsfaden. Mehr als 10 Tage sollten eigentlich reichen, um ein simples Standard-Laptopnetzteil einzupacken und zu verschicken – nur passierte es nicht. Erst nach einem erneuten Anruf bei gocnc kam endlich Bewegung in die Sache. Und nun, fünfzehn Tage nachdem die Maschine bei mir eintraf, kann ich endlich loslegen…

Nun heißt es, sich mit der Software und den Grundlagen vertraut zu machen und erste Versuche zu starten, wovon ich dann selbstverständlich hier berichten werde.

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