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Neu aus der Bastelstube – die Leselampe

Foto: selbstgebaute LED-BeleuchtungWer kennt das nicht? Im Lauf der Zeit sammeln sich im Haushalt immer mehr Geräte an, die mit Batterien betrieben werden und nicht alle diese Geräte lassen sich mit umweltfreundlicheren Akkus betreiben.

Nach mehr oder weniger langer Zeit stellen diese Geräte dann den Betrieb ein, weil die Spannung der Batterien zu gering geworden ist. Leer sind sie deshalb aber noch lange nicht. Bevor man die Batterien entsorgt, kann man die darin noch vorhandene “Restenergie” durchaus sinnvoll nutzen.

Von einem anderen Bastelprojekt hatte ich noch einige “Step-up”-Spannungsregler übrig. Diese Regler wandeln eine niedrige Eingangsspannung in eine höhere, konstante Ausgangsspannung um. In diesem Fall wird die “Restspannung” aus zwei in Reihe geschalteten Batterien in eine Spannung von 5 Volt umgewandelt. Damit lässt sich eine USB-LED-Lampe aus einem bekannten schwedischen Möbelhaus noch eine ganze Weile bequem betreiben. Blöd ist nur, dass der Hersteller des Spannungswandlers so auf platzsparende Platinenentwicklung bedacht war, das es nicht mehr für ein paar Befestigungslöcher gereicht hat.

Zum Glück steht bei mir ja noch ein 3D-Drucker rum. In weniger als fünfzehn Minuten dachte ich mir eine alternative Befestigungsmöglichkeit aus, setzte diese mit FreeCAD in ein 3D-Modell um und druckte anschließend ein passendes Teil aus.

Das Gehäuse der Lampe habe ich ebenfalls wie immer mit FreeCAD “designed” ;-). Anschließend wurde die Zeichnung mit ESTLCAM eingelesen und die nötigen Fräsdaten für die CNC-Fräse erzeugt. Diese hat dann aus zwei Kiefern-Leimholzbrettern mit 18mm Stärke zwei hübsche Gehäusehälften erzeugt. Zusammengehalten werden die beiden Teile ganz simpel mit jeweils zwei paar Neodymmagneten. Das hält bombenfest.

Ach ja, bevor ich es vergesse, die Halterungen für die Batterien sind natürlich auch selbst entworfen und gedruckt. 😉

Noch schnell etwas umweltfreundliche Wachslasur als Schutz vor Wasser und fettigen Fingern drauf, die Elektronik rein und fertig ist eine hübsche kleine Lampe…

Foto: LED-Lampengehäuse

NestCam2… weiter geht’s

In den letzten Tagen habe ich mal im Internet nach brauchbaren Software-Lösungen für die Foto/Videoaufnahmen mit Bewegungserkennung gesucht. Das Ergebnis ist durchwachsen.
Wenn ich eine Software installiere und die schon beim Probelauf abkackt (Sorry!) dann hat sich das Thema weitestgehend erledigt.
Im Gegensatz zur ersten Nestcam habe ich diesmal keinen “normalen” RaspberryPi, sondern den RaspberryPi Zero mit WLAN im Einsatz. Leider hat der Pi Zero im Gegensatz zum “normalen” Raspi nur 512k RAM. Vielleicht lag es daran, dass Pikrellcam mehrfach abgestürzt ist.

Viel Zeit zum Rumprobieren bleibt nun aber nicht mehr, die Piepmätze fangen draußen im Garten schon heftig an zu singen und es wird höchste Zeit, dass der Kasten raus kommt.
Deshalb kommt nun doch erstmal wieder die bewährte alte Methode zum Einsatz. Jede Minute ein neues Bild und jede Stunde wird ein Video aktualisiert. Eventuell verkürze ich den Aufnahmeintervall noch etwas. Normalerweise lässt ein Cronjob ja nur Intervalle im Minutentakt zu, aber in den weiten des Internets habe ich einen Trick entdeckt, mit dem man die Zeit verkürzen kann. Mal schauen… 😉
Jedenfalls läuft die alte Software jetzt erstmal im Trockenen im Testbetrieb und wenn alles klappt, hängt der Kasten spätestens Ende nächster Woche im Garten. Kanns kaum erwarten! 🙂

Es geht voran…

Testfoto der neuen NestCam. Nachdem heute endlich eine neue Infrarot-Kamera für den RaspberryPi bei mir eingetroffen ist, konnte ich gleich ein paar “Testbilder” aufnehmen. Das sieht schon mal gut aus.

Nun muss nur noch die passende Software installiert werden. In der alten Version hat die Kamera ja stur jede Minute ein Bild aufgenommen. Und wenn dann mal wirklich kurz ein Piepmatz im Kasten war, war das ziemlich genau immer dann, wenn die Kamera gerade in ihrer Ruhephase war :o. Logisch, dass dann außer dem leeren Kasten meistens nichts zu sehen war.

Diesmal soll die Kamera mit einer automatischen Bewegungserkennung arbeiten, d.h., die Software erkennt, wenn sich am Inhalt des Bildes etwas ändert und nimmt dann automatisch Bilder/Video auf. Das soll dann ebenfalls automatisch hier auf den Webserver hochgeladen werden.
Das alles einzurichten wird die Arbeit der nächsten Tage sein.

Und jetzt noch ein ḱleiner Nachtrag zum letzten Eintrag im Blog. Da hatte ich ja beschrieben, wie ich dank des 3D-Druckers und FreeCAD innerhalb einer Stunde zu einer passablen Halterung für meine Platine gekommen bin. An dieser Stelle möchte ich euch FreeCAD noch einmal empfehlen.
Screenshot Platinenhalterung in FreeCAD
Es ist eine super Software, die zwar immer noch ein paar kleine Macken hat, dafür aber für (fast) alle Betriebssysteme gratis zu haben ist und die keinen zwingt, sich alle paar Wochen irgendwo zu registrieren, damit mit man damit weiter arbeiten kann. Und es besteht auch kaum die Gefahr, dass der Anbieter der Software plötzlich beschließt, Geld für sein Produkt zu verlangen und man seine bisher erstellten Arbeiten nicht mehr mit dem Programm öffnen/bearbeiten kann.

Mal schnell gedruckt…


Im Moment bin ich ja gerade dabei, eine neue NestCam zu bauen und es geht gut voran. Natürlich möchte ich das Rad nicht nochmal neu erfinden und versuche deshalb, so viel wie möglich von der alten NestCam zu verwenden.

Zum Beispiel die Platine zur Ansteuerung der Infrarot-LEDs. Nur hatte ich die im alten Nistkasten anders befestigt und musste mir daher für den neuen Nistkasten etwas anderes einfallen lassen.

So entstand erst ein Entwurf einer Halterung im Kopf und innerhalb von zehn Minuten ein 3D-Modell im Computer.
Und von da an nochmal gut 30 Minuten später konnte ich das fertige Teil aus dem 3D-Drucker nehmen. Ich liebe dieses Ding!

Es sind die kleinen Dinge, die einem das Leben leichter machen…😀

Erste Schritte mit der neuen CNC-Fräse

Wie versprochen hier nun ein kleiner Bericht von den ersten Schritten mit der neuen CNC-Fräse. Das ganze Thema ist, wie schon geschrieben, absolutes Neuland für mich.
In den letzten Tagen habe ich mich in kleinen Schritten mit der Steuerungssoftware vertraut gemacht. Man lernt ja am Schnellsten durch die eigenen Erfahrungen, wenn die auch am Anfang erstmal ins Geld gehen. Das tut weh, hat aber den Vorteil, das man einmal gemachte Fehler nicht so schnell vergisst und abgebrochene Fräser sind zum Glück ja schnell ersetzt.
Foto: Gefräste Platine
Als erstes testete ich das Isolationsfräsen einer kleinen, auf die Schnelle mit Target 3001 erstellten Leiterplatte. Target erlaubt den direkten Export von Bohr- und Fräsdateien. Nun ja… bis ich die richtigen Einstellungen in der CNC-Steuerungssoftware verinnerlicht hatte, waren zwei Fräser im Werkzeughimmel angekommen. Beim dritten Versuch stellte ich fest, dass die Unterlage, die auf der Fräsmaschine unter der Platine lag (man will beim Bohren schließlich nicht in die Maschine bohren), nicht ganz plan war.
Das hatte zur Folge, dass auf der einen Ecke der Platine der Fräser den Nullpunkt auf der Platine hatte, auf der anderen Ecke war aber ein Millimeter Luft zwischen Platine und Fräser. Gar nicht gut!
Erst der vierte Versuch mit einer anderen Unterlage war dann endlich erfolgreich.

Das nächste Projekt startete mit anderen Schwierigkeiten. Das begann schon mit der Konstruktion der einzelnen Teile am PC. Üblicherweise nutze ich dazu FreeCAD. Allerdings unterscheidet sich die Konstruktion von Teilen für den 3D-Druck schon ein ganzes Stück von der, die man für die Fräse benötigt. Viele Schweißperlen später hatte ich einen hübschen Nistkasten konstruiert, bei dem in der 3D-Ansicht alle Teile fabelhaft zusammen passten, ich aber die einzelnen Teile nicht im von mir gebrauchten Dateiformat exportieren konnte… immerhin hatte ich schon ein fertiges Modell.
Also zeichnete ich die einzelnen Teile nochmal neu, exportierte sie im svg-Format und ließ ESTLCAM die erforderlichen Fräsdateien erzeugen. Endlich hieß es dann: Ran an die Fräse!
Als das erste Teil fertig war, stellte ich mit erstaunen fest, dass das Teil an zwei Seiten genau 2mm zu klein war. Merkwürdiger Weise passten diese zwei Millimeter genau zum Durchmesser des Fräsers und nach einigem Nachdenken fand ich den Fehler beim Positionieren der Bauteile in ESTLCAM.
Foto: Gefräste Nistkastenteile
Nachdem diese Hürde genommen war, stimmten beim folgenden Versuch endlich alle Maße. Also ran an den Speck und gleich das nächste Teil gefräst. Man könnte ja annehmen, das nun alles glatt geht, aber das wäre ja zu einfach. Kurz vor dem Ende des ersten Fräsdurchgangs machte es KNACK! und der Fräser war Geschichte. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, warum er sich verabschiedet hat. Es gab keinen Unterschied bei den Fräsparametern zu den ersten beiden Versuchen. Sicherheitshalber verringerte ich den Vorschub bei den restlichen Teilen aber etwas.
Jedenfalls sind jetzt alle Teile fertig, der Nistkasten ist fertig zusammengebaut und braucht nur noch etwas Wetterschutz. Dann wird er wieder mit einem RaspberryPi samt einer Infrarot-Kamera ergänzt und kommt in den Garten.
Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr dann endlich Glück habe und eine Meisenfamilie stalken kann… 😉

Ach ja. Das nächste Projekt ist selbstverständlich auch schon in Arbeit. Dazu aber später mehr.

Foto: Nistkasten

Ein neues Kapitel in der Bastelstube

Foto: großes Paket
Die Weihnachtszeit ist ja immer die Zeit, in der man sich Wünsche erfüllt oder vom Weihnachtsmann erfüllen lässt. So war es im vergangenen Jahr auch bei mir.
Nachdem schon vor längerer Zeit ein 3D-Drucker in die Bastelstube einzog, sollte es nach einer längeren Anspar-Phase jetzt noch eine CNC-Fräse sein.
Viele Dinge lassen sich mit dem 3D-Drucker ja relativ unkompliziert umsetzen, bei größeren Teilen steigt die Druckzeit und der Materialverbrauch aber rapide an.
Zudem sind manche gedruckten Teile auch nicht so belastbar, wie man sich das mitunter wünscht. Der Wunsch nach so einem Gerät war schon lange da, aber weil der Lottogewinn bisher ausblieb, stand seinerzeit die Wahl zwischen Drucker oder Fräse. Und nachdem das Sparschwein jetzt wieder etwas Fett angesetzt hatte, ließ sich der zweite Wunsch auch erfüllen.

Wie immer stand an erster Stelle die Recherche im Netz nach einer passenden Maschine, wobei meine Wahl auf die Next3D von gocnc.de fiel. Gleich nach dem Jahreswechsel machte ich mich an die “Arbeit” und orderte im gocnc-Online-Shop die Maschine meiner Wahl. Passend dazu bestellte ich auch gleich einen passenden Fräsmotor und einen Werkzeuglängensensor.
Die Bestellung wurde auch umgehend bestätigt und versendet. Leider dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis das riesige Paket endlich bei mir eintraf. DHL legte beim Versand keine übermäßige Eile an den Tag – so ist es gefühlt ja meistens, wenn man auf ein Paket so richtig wartet, weil man endlich loslegen will.
Am 10.Januar traf das Paket dann bei mir ein und die Zustellerin war sichtlich erleichert, dass ich zu Hause war und ihr das schwere Paket abnehmen konnte. Kurz darauf ging es ans Auspacken und viele leere Kartons später stand die fertige Maschine auf dem Tisch und wartete auf die Inbetriebnahme.

Tja. Daraus wurde nichts, weil das Paket ein falsches Netzteil enthielt. Die elektrischen Werte passten zwar, aber der Stecker am Netzteil passte nicht zur Buchse an der Fräse… 🙁
Foto: Next3D-CNC-Fräse
Zum Glück war es noch kurz vor 16Uhr und ich erreichte bei gocnc.de noch jemanden an der Service-Hotline. Ich schilderte das Problem und wurde gebeten, Fotos von Netzteil und Stecker per Mail an die Serviceabteilung von gocnc zu schicken, was ich auch postwendend erledigte. Gleich am folgenden Tag erhielt ich eine Antwort und die Info, dass in Kürze ein passendes Netzteil an mich verschickt würde.
In der Hoffnung, dass nun alles geklärt ist, wendete ich mich dem nächsten Problem zu. In das Bohrfutter des Fräsmotors passte keiner meiner schon vor längerer Zeit erworbenen Fräser. Also bestellte ich bei gocnc einen passenden Ersatz. Und auch hier bekleckerte sich DHL beim Versand wieder nicht gerade mit Ruhm. Das “Paket” lagerte erstmal mehrere Tage im Start-Paketzentrum, bevor man es schaffte, es in meine Richtung zu bewegen. Und in Sachen Netzteil herrschte auch noch Funkstille.

Im Grunde bin ich ja ein sehr geduldiger Mensch, aber irgendwann reißt auch mein Geduldsfaden. Mehr als 10 Tage sollten eigentlich reichen, um ein simples Standard-Laptopnetzteil einzupacken und zu verschicken – nur passierte es nicht. Erst nach einem erneuten Anruf bei gocnc kam endlich Bewegung in die Sache. Und nun, fünfzehn Tage nachdem die Maschine bei mir eintraf, kann ich endlich loslegen…

Nun heißt es, sich mit der Software und den Grundlagen vertraut zu machen und erste Versuche zu starten, wovon ich dann selbstverständlich hier berichten werde.

Israel 2017, Teil 6

Vor dem letzten Highlight unseres diesjährigen Urlaubs in Israel, dem Besuch der Gärten der Bahai’i in Haifa, legten wir einen Tag Pause in Tel Aviv ein. Chillen und spazieren am Strand, Naturpark besichtigen und einfach etwas ausruhen – dafür macht man ja schließlich auch Urlaub… 😉
Gerade in Tel Aviv kann man kilometerweit am Strand spazieren gehen, ist aber nie weiter als zweihundert Meter vom geschäftigen Treiben der Stadt entfernt.

Musiker an der Strandpromenade

 

Nach dem “Erholungstag” ging es wieder mit dem Zug nach Haifa. Dort waren wir auch bei unserem letzten Israel-Urlaub, die Sehenswürdigkeit schlechthin entging uns aus Zeitgründen damals aber. An den Sabbat und die damit verbundenen Einschränkungen beim Reisen muss man sich halt erst gewöhnen.
Diesmal hatten wir aber (fast) alles gut geplant und durch die heutzutage verfügbaren Smartphones und Internet rund um die Uhr ist vieles einfacher. Auch die Suche nach Busverbindungen in Israel. Drei, vier mal tippen auf dem Smartphone und schon bekommt man angezeigt, wann man mit welcher Linie in welche Richtung fahren kann. Dann muss man einfach nur noch die Haltestellen bis zur Zielhaltestelle zählen. Und auch in Haifa funktionierte das Bezahlen mit der Chipkarte problemlos. Kein lästiges Suchen nach passendem Kleingeld, einfach Chipkarte ans Lesegerät halten, Fahrschein vom Busfahrer bekommen, kurzen Blick auf das Ticket werfen und schauen, wieviel Guthaben noch aufgeladen ist und entspannt zum Ziel fahren. Was in unserem Fall die Gärten der Bahai’i war.

Ich hatte mir vorher schon Gedanken gemacht und einiges im Internet über diese wundervoll angelegten Gärten gelesen. Und weil diese an einem Hang des Karmel-Gebirges angelegt sind, war meine durchaus nachvollziehbare Idee, einfach mit dem Bus an das obere Ende der Gärten zu fahren und von da aus nach unten zu laufen.
So weit, so gut. Allerdings stand nirgendwo, dass man gar nicht direkt durch die Gärten nach unten laufen darf.

Es gibt nämlich nur drei Bereiche, die man als Tourist besichtigen kann: Ganz oben, in der Mitte am Schrein und ganz unten. Und das Problem dabei ist, dass sich rechts und links der Gärten private Grundstücke befinden, die man logischerweise nicht betreten darf, um nach unten zu kommen. Also muss man relativ weite Umwege über Straßen und steile Treppen laufen, um zum nächsten Aussichtspunkt zu kommen. Aber wir hatten ja Zeit und die herrlichen Gärten waren jede Anstrengung wert!
Gärten der Bahai'i
Gärten der Bahai'i Gärten der Bahai'i Gärten der Bahai'i

Gärten der Bahai'i Gärten der Bahai'i Gärten der Bahai'i

Nachdem wir uns die Füße platt gelaufen hatten, gab es in der deutschen Kolonie in Haifa, die sich praktischerweise gleich unterhalb der Gärten befindet, noch eine leckere Pizza zur Stärkung. Und weil es gar nicht gut ist, sich zu lange auszuruhen, ging es anschließend im gestreckten Galopp zum Bahnhof, um den nächsten Zug nach Tel Aviv noch zu bekommen. Schließlich wollten wir den Sonnenuntergang am Strand von Tel Aviv nicht verpassen…

Mit dem Zug aus Deutschland zurück nach Tel Aviv Sonnenuntergang am Strand von Tel Aviv

Fazit dieses Urlaubs: Wir wollen wieder dorthin!!!

Israel 2017, Teil 5

Foto: Klagemauer

Nach unserem Ausflug in den Norden Israels sollte es heute nach Jerusalem gehen. Vor 8 Jahren waren wir schon einmal dort, seinerzeit fuhren wir aber mit dem Bus von Tel Aviv aus dorthin.Damals wusste ich noch nicht, dass es auch eine Bahnverbindung nach Jerusalem gibt. Durch einen Bericht im Fernsehen wurde ich auf diese Strecke aufmerksam gemacht und es entstand der Wunsch, Jerusalem noch einmal zu besuchen, diesmal aber mit der Bahn.
Und wie es Wünsche so an sich haben… meistens schiebt man deren Erfüllung vor sich her, bis es zu spät für eine Umsetzung derselben ist. Fast wäre es mir auch so gegangen, denn im letzten Jahr las ich einen Bericht in der Zeitung in dem stand, dass zwischen Tel Aviv und Jerusalem eine neue Bahnverbindung entsteht und diese schon kurz vor der Fertigstellung steht. Mit dieser Verbindung soll sich die Fahrzeit zwischen den beiden Städten um mehr als die Hälfte verkürzen. Für die Pendler, die die Strecke jeden Tag nutzen, ist das natürlich schön. Für den Touristen, dem es nicht auf die Zeit ankommt und der die Aussicht genießen will, sind die vielen Tunnel und Lärmschutzwände neben den Gleisen dann aber eher nicht so schön.

Grabeskirche 2017 Grabeskirche 2009

Also wurde festgelegt, dass der nächste Urlaub nach Israel geht, um die Chance zu nutzen, noch einmal die alte Bahnstrecke zu befahren, bevor diese vielleicht stillgelegt wird.

Im Gegensatz zur Fahrt nach Akko ging es diesmal recht entspannt zur Sache. Der Zug war nicht sehr voll, weil viele Leute der kürzeren Fahrzeit wegen den Bus nach Jerusalem bevorzugen. Außerdem liegt der Bahnhof in Jerusalem recht weit ab vom Stadtzentrum. Vom Bahnhof aus fährt zwar ein Bus ins Zentrum, aber mit dem ist man auch eine gefühlte Ewigkeit unterwegs, weil der alle Wohngebiete rechts und links der Straße zum Zentrum abfährt…

Auf Fotos vom Zug aus habe ich diesmal bewußt verzichtet. Erstens wollte ich ja die Aussicht genießen und nicht ständig die Kamera vor der Nase haben und zweitens war die Scheibe nicht die sauberste. Wasser ist (nicht nur) in Israel ein knappes Gut und daher offenbar zu schade, um die Zugfenster damit zu putzen…

Wie schon beim letzten Mal in Jerusalem besuchten wir zuerst die Grabeskirche. Nicht, dass wir besonders religiös wären, aber bei unserem ersten Besuch war die Grabeskirche wegen Schäden nach einem Erdbeben mit einem Stahlgerüst gesichert. Inzwischen sind die Restaurationsarbeiten abgeschlossen und wir wollten die Kirche einfach mal ohne Gerüst sehen.
Danach bummelten wir durch die Altstadt zur Klagemauer und von dort durch das arabische Viertel in Richtung Tempelberg. Dort durften wir leider nicht hin, da wegen der israelischen Feiertage eine erhöhte Sicherheitsstufe bestand und man nur wenige Stunden am Vormittag hin durfte. Schade!
Auf dem Weg zum Tempelberg wurde ich von israelischen Soldaten gefragt, ob ich aus der Türkei kommen würde. Über diese Frage haben wir uns natürlich gewundert. Bis wir zur nächsten Kontrollstelle kamen und uns dort erklärt wurde, dass nur Muslime Zutritt hätten. Also ich wäre wegen meiner dunklen Haare und des Bartes sicher durchgekommen, aber Frau und Kind wohl eher nicht… 😉

Anschließend ging es weiter in Richtung des zentralen Busbahnhofes. Für den Rückweg wollten wir dann doch die schnellere Verbindung benutzen. Vorher fuhren wir aber noch ein paar Haltestellen mit der Straßenbahn durch Jerusalem. Während bei uns in Sachen Straßenbahn ja eher der Rückwärtsgang eingelegt wird und Strecken eher stillgelegt als neue Strecken gebaut werden, ist das in Israel ganz anders.
Bei unserem ersten Besuch in Jerusalem war die Straßenbahn gerade im Bau und große Plakate warben für die neue Bahn. Inzwischen ist die erste Strecke fertig und da mussten wir natürlich auch mitfahren. Was natürlich ganz praktisch war, weil wir ohnehin in diese Richtung mussten 🙂

2009: Werbung für die neue Tram 2009: Straßenbahnbaustelle
Basar in Jerusalem Bevor es aber mit dem Bus zurück ging, schlenderten wir noch über den Mahane Yehuda Markt und besorgten uns noch etwas Reiseproviant für die Rückfahrt.
Was uns erstaunte, war die Tatsache, dass wir diesmal am Busbahnhof nicht kontrolliert wurden. Bei unserem letzten Besuch wurden Taschen und Rucksäcke “durchleuchtet” und alle auf eventuell versteckte Waffen “gefilzt”. Diesmal konnten wir das Gebäude “einfach so” betreten.
Bis auf die üblichen Staus verlief die Rückfahrt ganz entspannt und wir waren froh über die Pause für unsere platt gelaufenen Füße 😉

Neues aus der Tierwelt

Vor einiger Zeit hatte ich im Garten eine Fotofalle aufgestellt, um dem heimlichen Besucher unseres Komposters auf die Schliche zu kommen. Seit dieser aber erwischt und identifiziert ist, hat er sich nicht wieder blicken lassen… 🙂
So wurde es etwas ruhig um die Kamera. Heute habe ich mich daran gemacht, mal zu sichten, was in den letzten Wochen in der hintersten Ecke des Gartens so passierte.
Um es vorweg zu sagen: viel war nicht los.
Eine Katze, zweimal ein Igel, einige Fledermäuse und Spinnen waren zu sehen.

Wobei letzteres im Video schon etwas gruselig aussieht… nix für schwache Nerven! 😉
Kostprobe gefällig? Gerne doch!

Frech wie Oskar

 

Seit einiger Zeit haben wir uns gewundert, warum der Komposter in unserem Garten morgens immer offen steht, obwohl er abends immer verschlossen war.
Selbst als wir den Deckel mit mehreren Ziegelsteinen beschwerten, änderte sich nichts. Abends zu, morgens offen und die doch recht schweren Steine lagen vor oder neben dem Komposter…
Neugierig wie wir sind, beschlossen wir, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Wie es der Zufall so will, gab es just vor ein paar Tagen bei einem Discounter eine Wildkamera im Angebot und ein paar Tage später landete das Paket mit der Kamera im Postkasten. 🙂

 

Einige Tage vergingen, ohne das die Kamera etwas aufzeichnete. Doch nach unserer spontanen Mittsommernachtsparty landete die Kamera den ersten Treffer. Offenbar war endlich etwas nach dem Geschmack des dreisten Diebes im Komposter gelandet. Leider waren die Einstellungen der Kamera suboptimal. Man muss ja alles erstmal testen und probieren. Die Videoaufnahmezeit hatte ich mit 15 Sekunden etwas zu niedrig angesetzt, aber immerhin kann man den frechen Kerl oder die dreiste Dame (weiß man ja nicht so genau 😉 ) gut erkennen…

 



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Aus dem Fotoalbum

Moscheen, Kirchen, Synagogen - Akko

Blühender Granatapfel in Akko

Markt in Akko