Dramatische Rettungsaktion

Foto:  Gerettete Jungmeise

Kleiner Piepmatz in Not

Gestern berichtete ich über den ausbleibenden Besuch im Nistkasten mit der eingebauten Webcam und die brütenden Meisen im Nachbarkasten. Und heute, als ich nach dem Rasenmähen eine kleine Pause machte und den Nistkasten beobachtete, schien es mir, als ob eine Meise ihre ersten Flugversuche machte. Ständig zappelte sie vor dem Flugloch herum und ich dachte schon, na trau dich doch endlich!

Um den historischen Augenblick festzuhalten, flitzte ich ins Haus und holte die Kamera. Doch was ich dann durch den Sucher sah, ließ mir fast das Herz stehenbleiben.

Die kleine Meise hing kopfunter am Bein an einem Kunststoff-Faden gefangen am Flugloch und konnte sich allein nicht aus ihrer misslichen Lage befreien.

Die Alten hatten den Faden offenbar als tolles Material für den Nestbau empfunden. Mit fatalen Folgen für den Nachwuchs!

Beherzt griff ich zu, nahm den kleinen Piepsi in die Hand und zog den beachtlich langen Rest des Fadens aus dem Nistkasten. Die Befreiung war dann fix erledigt. Dank der scharfen Schere meines Schweizer Taschenmessers war der Faden schnell gekappt, das um das Bein gewickelte andere Ende mit einer Nadel gelockert und entfernt. 

Anschließend ging es für Piepsi im Expresstempo zurück in den Nistkasten. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Piepsi nicht noch anderweitig verletzt hat und sich schnell von dem Schreck erholt.

Und ich glaube, ich gönne mir jetzt erstmal ein Rettungsbierchen… 😀 :-).

Kommentieren

*