Frisch gedruckt ist halb gesprudelt…

Foto: Sprudelstein im GartenBei dieser Überschrift wird sich manch einer fragen, ob bei mir im Oberstübchen noch alles im grünen Bereich ist. Aber da kann ich den geneigten Leser beruhigen – ist alles ok!
Doch wie kommt’s nun dazu?

In unserem Garten steht seit einigen Jahren ein kleiner Sprudelstein, anderswo auch Quellstein genannt. Der plätscherte lange zu unserer Entspannung so vor sich hin und verteilte bei Dunkelheit noch angenehm gelbes Licht. Bis es sich vor einiger Zeit ausgesprudelt hatte. Die kleine Wasserpumpe hatte sich in die ewigen elektrischen Jagdgründe verabschiedet.

Für die Pumpe fand sich schnell passender Ersatz, nur die LED-Beleuchtung tat es ohne ihre Pumpenschwester nicht mehr.Beide hingen nämlich an der gleichen 12V-Stromversorgung, die jetzt fehlte.

Letzte Woche stellte ich die Stromversorgung meiner Pi-Wetterstation auf 12V-Betrieb um und dachte, das wäre eine günstige Gelegenheit, die LED-Beleuchtung des Sprudelsteins davon mit zu versorgen. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne die Beleuchtung gemacht. Die war nämlich inzwischen auch verschieden und zog bei 0.5V schon 300mA… also war das auch ein Satz mit X.

Nach kurzer Recherche im Netz der Netze fand sich tatsächlich in einem Onlineshop eine passende neue Beleuchtung und die wurde auch umgehend geordert. Gestern lag das Päckel dann endlich in der Paketbox.

Nach dem Auspacken wich die Freude kurzzeitig erstmal einem kleinen Frust. Der Anschluß für den Wasserschlauch war nämlich bei der neuen Beleuchtung viel zu klein im Durchmesser. Da hätte ich den Schlauch nie festbekommen. Ein dünnerer Schlauch war auch keine Option, dann hätte er nämlich an der Pumpe nicht gepasst.
Kleiner Pluspunkt: Bei der neuen Beleuchtung war der Schlauchanschluß nicht fest angegossen, wie beim alten Modell, sondern nur angesteckt.

Foto: alte Sprudelsteinbeleuchtung

Alte LED-Beleuchtung mit 20mm Anschlußstutzen für den Wasserschlauch


Frei nach dem Motto “Dem Inschenör is nüscht zu schwör” setzte ich mich deshalb an den Laptop und konstruiere mir einen kleinen, aber feinen Adapter. 30 Druckminuten später lag der dann vor mir und siehe da — er passte sogar super 😉 !

Und nun sprudelt und leuchtet es wieder zu unserer Entspannung vor sich hin. Nur nicht mehr in gelb, sondern in strahlendem Weiß :-).

Und die Moral von der Geschicht: Ohne 3D-Drucker hätte ich wieder vor einem mächtigen Problem gestanden und sicher stundenlang rumgefriemelt, um dann eine total wacklige Behelfskonstruktion zu basteln, die mir noch mehr graue Haare auf die Platte gebracht und dann doch mehr nur recht als schlecht funktioniert hätte…

Fazit: Wieder ein Beweis dafür, dass sich die Anschaffung des Drucker mehr als gelohnt hat :).

Bild: selbst konstruierter Adapter

Der neue selbst konstruierte Schlauchanschluss für die Beleuchtung

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