Kiel – Oslo – Kiel / Tag 3

Foto: Blick vom Holmenkollen auf Oslo

Blick vom Holmenkollen auf Oslo

Unser zweiter Tag in Oslo begann mit einem leckeren Frühstück im Hotel. Danach ging es zu Fuß zum Osloer Hauptbahnhof. Von dort aus wollten wir mit der T-Banen (U-Bahn) zum Holmenkollen fahren. Die Tickets hatten wir uns schon am Vortag in der Touristeninformation besorgt. Nun war nur noch zu klären, wie die Tickets zu entwerten sind.

Interessanterweise gibt es in Oslo nämlich Fahrkarten mit RFID-Chip. Datenschutztechnisch wird man mit diesen Dingern zum gläsernen Fahrgast. Wenn man die Fahrkarte elektronisch per EC- oder Kreditkarte bezahlt, ist leicht festzustellen, wer wann wie oft wohin fährt… Da ist mir die hiesige einfache Papierschnipselfahrkarte lieber. Zumal der Mehraufwand bei der Herstellung der RFID-Karten umweltschutzmäßig auch beachtlich sein dürfte. “Wegwerfelektronik” ist nicht so mein Ding.

Nachdem die “Entwertungsfrage” geklärt war, ging es zum Bahnsteig und wenige Minuten später saßen wir in der Bahn in Richtung Frognerseteren. Der freundliche Herr aus der Touristeninformation empfahl uns, der besseren Aussicht wegen, einen Platz links in Fahrtrichtung zu nehmen und bis zur Endstelle zu fahren. Von dort aus sollten wir dann zu Fuß zur Holmenkollen-Schanze gehen. Er meinte, es würde sich schließlich leichter bergab als bergan laufen. Da mußten wir ihm uneingeschränkt zustimmen 😉 und so fuhren wir bis zur Endstation.

Leider nicht das, was wir eigentlich sehen wollten 😉


Dort angekommen sahen wir auch bald einen Wegweiser in Richtung Holmenkollen. Dummerweise war das aber auch der einzige… So kam es, wie es kommen mußte. Wir machten zwar einen tollen Spaziergang, genossen eine schöne, wenn auch etwas trübe Aussicht, sahen auch zwei Sprungschanzen, aber die richtige Schanze war leider nicht dabei. Eine Stunde später kamen wir auch wieder an einer U-Bahnstation an, zwei Stationen vor der Station Holmenkollen…

Inzwischen ging es auf Mittag zu und wir beschlossen, erstmal wieder in Richtung Zentrum zu fahren, weil wir uns die Wachablösung am königlichen Schloß anschauen wollten. Natürlich waren wir eine Stunde zu zeitig da und so bummelten wir vorher noch etwas durch den Schloßpark.
Interessant ist die Tatsache, daß man in Oslo sehr dicht an das Schloß heran kommt. Quasi fast bis zum Fußabtreter vor der Tür ;-). Die Norweger haben da offensichtlich viel weniger Berührungsängste, als die Briten. In London ist ja schon hundert Meter vorher Schluß mit lustig…

Blick vom Schloss zum Hauptbahnhof

Blick vom Schloss zum Hauptbahnhof


Von Mai bis Oktober kann man tagsüber sogar den abgesperrten Teil des Schloßparks besichtigen. Da sollte sich die Lisbeth in London mal ein Beispiel dran nehmen ;-).

Pünktlich mit dem Glockenschlag begann dann um 1330 die Wachablösung. Allerdings waren wir davon etwas enttäuscht, denn es war ziemlich unspektakulär und wenig pompös ;-). Dafür hat sich die lange Wartezeit nicht gelohnt, auch wenn wir vorher beim Beobachten der Schloßwache unseren Spaß hatten.

Wachablösung am Schloss

Wachablösung am Schloss

Das königliche Schloß - zurzeit mit Dachschaden 😉

Auf Wunsch einer einzelnen Dame ging es im Anschluß zu einem kleinen, dafür aber preisintensiven Imbiss ins Osloer Hardrock Cafe. Danach bummelten wir noch etwas durch die City, besuchten im Rathaus eine sehr schöne Fotoausstellung über Taiwans Vogelwelt und machten anschließend ein kleines Kaffeepäuschen im Hotel.

Holmenkollenschanze

Sie haben ihr Ziel erreicht... ;-)

Sie haben ihr Ziel erreicht... 😉

Danach starteten wir den zweiten Versuch, zur richtigen Sprungschanze zu kommen. Diesmal verzichteten wir auf Experimente und fuhren direkt zur Station Holmenkollen. Übrigens gibt es an der “Holmenkollenbanen” eine Cacheserie und ich konnte wieder mal das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und zwei Funde loggen :-).
Nach einem kurzen Spaziergang bergauf (wussten wir ja schon …) standen wir endlich an der richtigen Sprungschanze und genossen den Ausblick. Leider war es inzwischen schon nach 1600 und das Museum hatte schon geschlossen. Naja, man kann nicht alles haben ;-). Als kleine Entschädigung gab es wenigstens wieder einen Logbucheintrag :-).
Als wir uns alles angeschaut hatten, ging es dann wieder in die City. Wir bummelten noch etwas herum, die Mädels besichtigten die Einkaufstempel und irgendwann hatten wir Plattfüße und freuten uns nur noch auf’s Hotel…

Fortsetzung folgt

2 Kommentare zu „Kiel – Oslo – Kiel / Tag 3“

  • addl1970:

    Hallo,

    wir sind letztes Jahr auch mal mit der Color Line übergesetzt. Da hat es auch einen passenden Cache dazu.

    http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=9e6393de-a5a0-4203-bc4c-7e9c4c319e50

    Und zu unserer grossen Verwunderung steht der Portizer nicht im Logbuch? Wir zwar auch nicht – haben uns beim “Deuten” der Ablesepositionen vertan und dann am Abfahrtstag in Oslo, eh keine Zeit mehr zum Suchen.

    Aber tolles Land, haben unseren Urlaub voll genossen. Und wir wir denken (die Bilder von der näheren Umgebung einiger Cachelocalitäten beweisen es, seid Ihr auch fündig geworden…

    Grüsse addl1970

  • Kurt:

    Hi,

    tja, den passenden Cache zur Überfahrt hatten wir leider gar nicht auf dem Radar… Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Das war bestimmt nicht unsere letzte Fahrt nach Oslo!

    Gruß
    Kurt