Kiel – Oslo – Kiel / Tag 2

Foto: Nebel an Deck der Color Magic

Dicker Nebel begrüßt uns am Morgen...

Der Tag begann für uns relativ zeitig, denn eine Bekannte hatte uns empfohlen, früh aufzustehen, um die reizvolle Einfahrt in den Oslofjord nicht zu verpassen. Also hoben wir uns schon gegen 0630 aus der Kajüte und schlichen uns 0700 an Deck. Dort angekommen machten wir erstmal große Augen. Von Fjord und Land war nichts zu sehen. Die Sachsen würden sagen, es war Waschküche vom feinsten – dicker Nebel rings um das Schiff und alle zwei Minuten ein lautstark dröhnendes Nebelhorn…
 
Da es nichts zu sehen gab, verzogen wir uns wieder nach unten und nahmen erstmal ein reichhaltiges, aber auch ziemlich preisintensives Frühstück zu uns. Zwischendurch wanderte der Blick immer wieder in Richtung Fenster um zu schauen, ob denn nun endlich was zu sehen wäre. Zum Glück lichtete sich der Nebel immer mehr, je näher wir uns Oslo kamen.
 
Nachdem der Koffeinspeicher ordentlich aufgefüllt war, schnappten wir uns die dicken Sachen und starteten einen zweiten Ausflug an Deck. Diesmal gab es schon mehr zu sehen. Zum Beispiel die Festung Oscarsborg. Sie wurde zwischen 1836 und 1856 gebaut und diente wirkungsvoll dem Schutz der Zufahrt nach Oslo. 1940 versenkten unter anderem die eindrucksvoll anzusehenden Kanonen den deutschen Schweren Kreuzer “Blücher”, der noch heute in ca. 90m Tiefe im Oslofjord liegt.

Foto: Festung Oscarsborg vom Schiff aus gesehen

Festung Oscarsborg mit ihren Krupp-Kanonen

Kanone auf Oscarsborg

Eine der Kanonen auf Oscarsborg

Foto: Im Oslofjord

Es ist eng im Fjord...

Blick in den Fjord

Blick in den Fjord

 
Pünktlich um 1000 legte die Color Magic in Oslo an und wir starteten unseren Fußmarsch zum Hotel. Dieses hatten wir im Komplettpaket bei Colorline gebucht. Die Bewertungen des Hotels im Internet versprachen ein gutes Hotel und wir wurden auch nicht enttäuscht. Es war nur nicht so einfach, das Hotel zu finden. Die Hausnummerierung in der Skippergata, wo sich das Hotel befindet, ist nämlich etwas chaotisch. Vom Anleger bis zum Hotel sind es etwa zwei Kilometer zu Fuß, das schafft man auch mit leichtem Gepäck bequem in etwa 30 Minuten. Man kann sich natürlich auch ein Taxi nehmen oder mit dem Bus fahren, aber wir wollten ja schon etwas von Oslo sehen.
 
Die Skippergata befindet sich so ziemlich mitten im Zentrum von Oslo und man erreicht alle Sehenswürdigkeiten im Zentrum innerhalb weniger Minuten zu Fuß. Im Moment finden zwar vor dem Hotel intensive Bauarbeiten statt, aber wir fühlten uns dadurch nicht gestört. Tagsüber waren wir unterwegs und nachts war Ruhe.
Da wir relativ zeitig im Hotel ankamen, war unser Zimmer noch nicht fertig. Wir ließen unser Gepäck im Hotel und starteten gleich zum ersten Stadtrundgang. Unweit vom Hotel musste dann natürlich auch gleich die erste Dose geloggt und somit der Norwegen-Länderpunkt gesammelt werden :D.
 

Anschließend ging es zur Touristeninformation, wo wir uns einige Tipps für die Sehenswürdigkeiten Oslos holten, Tickets für eine Stadtrundfahrt und Tageskarten für den Nahverkehr kauften.

Die Stadtrundfahrt begann praktischerweise direkt vor der Touristeninfo. Die Busse fahren alle 30 Minuten und man kann, was wir sehr toll fanden, an jeder Haltestelle aussteigen und später mit einem anderen Bus weiterfahren.
Leider war es bis zum frühen Nachmittag etwas verregnet, wir nutzen trotzdem einen Stopp und stiegen am Frognerpark aus, um die tollen Skulpturen des Herrn Vigeland anzusehen.

Skulpturen im Vigelandpark Skulptur im Vigelandpark
Frognerpark

Nach einer wegen des Regens eher kurzen Besichtigung und dem Fund zweier Dosen ging es mit dem Bus wieder auf Rundfahrt.
Inzwischen war der Tag etwas fortgeschritten und nach einer kurzen Kaffeepause im Hotel ging es der Osloer Oper aufs Dach. Ja, ihr habt richtig gelesen! Das Dach besteht aus italienischem Marmor und man kann es bequem “erklettern”. Einige Osloer nutzten es sogar per Rad(!) zum Fitnesstraining… Passend zur Location gab es rein zufällig natürlich auch dort wieder ein Döschen zu finden :-).
Anschließend ging es nochmal zum Bahnhof. Nur so, einfach zum Gucken. Danach waren wir wirklich fix und alle und es ging zurück zum Hotel.

Fortsetzung folgt.

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